Sport : Olympia 2000: Noch 38 Tage

Läuferin wird Fackel entrissen

Das Olympische Feuer ist am Montag in Melbourne einer Fackelläuferin entwendet worden. Doch der "Dieb" hatte nicht viel Spaß mit seiner Beute. Der Vorfall im Stadtteil Frankston dauerte nur Sekunden. Die Polizei berichtete, ein Jugendlicher habe sich durch die Zuschauer gedrängt und der etwa 40-jährigen Stafettenläuferin die Fackel entrissen. Sicherheitskräfte überwältigten den Übeltäter innerhalb von Sekunden und übergaben ihn der Polizei. Das Olympische Feuer befindet sich auf einer 100-tägigen Stafette durch ganz Australien. Am 15. September wird es zur Eröffnungsfeier im Olympiastadion in Sydney ankommen.

Ein Kulturzentrum ist für Kultur da

Im Herzstück der Olympischen Spiele wird es aller Voraussicht nach keine Proteste der australischen Ureinwohner geben. Wie am Montag bekannt wurde, besteht ein schriftliches Abkommen zwischen dem Organisationskomitee SOCOG und den Betreibern des Aborigine-Kulturzentrums im Olympia-Park, was politische Aktivitäten hier ausdrücklich verbietet. Die Olympia-Macher dürfen das Kulturzentrum schließen, wenn dort vertraglich verbotene Aktivitäten stattfinden. Dies wurde auch von der Vorsitzenden des Aborigine-Beratungskomitees von SOCOG, Lowitja O&Donoghue, unterstützt. Die erste australische Richterin, die von den Ureinwohnern abstammt, sagte: "Dies ist ein Platz, um Kunst und Kunsthandwerk der Aborigines zu zeigen. Es gibt andere Plätze für Protest."

China lässt Geherin nicht gehen

China hat die Olympia-Teilnahme der in die USA ausgewanderten Spitzengeherin Chen Yueling verhindert. Ein Sprecher des Leichtathletik-Verbandes sagte, Chen sei erst seit zwei Jahren amerikanische Staatsbürgerin. Das Internationale Olympische Komitee scheibt vor, dass Sportler nur für ein Land starten dürfen, dessen Staatsangehörigkeit sie seit mindestens drei Jahren besitzen. Bei Ausnahmen muss das Herkunftsland zustimmen. Vorwürfe, China befürchte, dass Chen die chinesischen Geherinnen schlagen würde, wies der Verband zurück.

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