Sport : Olympia 2000: Noch 51 Tage

Mietwucher am College

Die Studenten-Unterkünfte von Sydney verwandeln sich in der Olympiazeit zu Nobelherbergen - zumindest, was den Preis betrifft. Während Universitätsstudenten im Durchschnitt 300 Mark pro Woche mit Vollverpflegung für ihre Buden auf den Tisch legen, verlangen die Colleges bei den Spielen für das gleiche Zimmer nur mit Frühstück wöchentlich zwischen 600 und 1700 Mark.

Aufatmen: Clinton kommt nicht

Der olympische Sicherheitschef Peter Ryan hat die Abwesenheit des US-Präsidenten Bill Clinton in der Zeit der Spiele von Sydney begrüßt. "Wir müssten die Security rund um solche Leute extrem erhöhen, weil sie so ein hohes Level fordern", sagte der Polizeichef des Bundesstaates Neusüdwales. Tochter Chelsea soll nun die Familie Clinton offiziell in der Olympiastadt vertreten. Als der US-Präsident Australien 1996 besucht hatte, waren drei Jumbos mit Sicherheitsexperten und -material eingeflogen.

Nicht nett im Internet

Im Internet ist ein Streit um die Vermarktung der Olympischen Spiele von Sydney ausgebrochen. Neben der vom olympischen Internetrechteinhaber IBM gestalteten offiziellen Homepage www.olympics.com kreierten das Australische Olympische Komitee (AOC) und der australische TV-Kanal "Seven Network" gemeinsam eine Seite mit dem Namen www.olympics.com.au. "Wir lassen uns das nicht gefallen", klagte der olympische IBM-Projektmanager Rory Mack, der die Wahrung der Exklusiviät seiner Homepage fordert.

Uniformen für Olympia

In Sydney hat die Ausgabe der Uniformen für Mitarbeiter bei den Olympischen Spielen begonnen. Für die Zeit der Spiele (15. September bis 1. Oktober) müssen 80 000 Personen eingekleidet werden, dazu kommen noch einmal 14 000 für die Paralympics (18. bis 29. Oktober). Damit ist die Einkleidung sogar umfangreicher als die Ausstattung der australischen Truppen im zweiten Weltkrieg. Die Firma Bonds allein versorgt die Olympiamacher mit 200 000 Polohemden, 160 000 Hosen und 142 000 Paar Socken.

Sydneys Bürger flüchten

Über eine halbe Million Menschen will vor den Olympischen Spielen in Sydney fliehen. Nach einer Untersuchung plant jeder achte Einwohner, die Vier-Millionen-Stadt unter anderen wegen des vorhergesagten Transportchaos zu verlassen. In der Zeit der Spiele werden dafür etwa 500 000 Besucher erwartet.

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