Sport : Olympia 2000: Noch 9 Tage

Sturm verursacht ein Chaos

Ein Sturm hat in Sydney ein vorolympisches Chaos verursacht und schlimmste Befürchtungen für die Sommerspiele geweckt: Die Bahn auf der Olympia- Schleife wurde stundenlang lahm gelegt, zahlreiche Masten von Segelbooten gingen zu Bruch, das Training der Ruderer musste abgesagt werden, die Bogenschützen trafen bei Böen bis zu 70 Stundenkilometer nur selten ins Schwarze. Während der Spiele ist sogar eine Wiederholung in verschärfter Form denkbar: Der heftigste je gemessene Septembersturm war mit 131 Stundenkilometer fast doppelt so stark. Besonderen Anlass zur Sorge bietet der Unfall der Bahn. Zwar spielte ein Sprecher des Organisationskomitees SOCOG den Vorfall herunter und bezeichnete ihn optimistisch als "Testfall". Ein vergleichbarer Zwischenfall auf dem Höhepunkt der Spiele aber wäre der wahr gewordene Albtraum der Veranstalter. Vier Stunden lang lief auf der Olympia-Schleife gar nichts mehr, nachdem der Sturm - er löste auch mehrere Buschbrände in der Olympia-Region aus - die Oberleitung auf den Zug geblasen hatte und folgerichtig die gesamte Stromzufuhr abgeschaltet werden musste.

Lehmann vom Auto angefahren

Bahnrad-Weltmeister Jens Lehmann ist bei einem Trainingsunfall im Royal National Park südlich von Sydney mit dem Schrecken und einigen blauen Flecken davongekommen. Der 32-Jährige aus Gera wurde von einem Auto erfasst, rutschte über die Motorhaube des Wagens, prallte gegen die Windschutzscheibe und fiel von dort auf die Straße. Laut Mannschaftsarzt Olaf Schumacher erlitt Lehmann einige leichte Kratzer und Prellungen am linken Knie und der rechten Schulter, sein Rad wurde völlig zerstört. Auch andere Fahrer waren betroffen.

Berliner Farago fällt aus

Der Berliner Daniel Farago (SC Berlin) fällt für die olympischen Turnwettbewerbe aus. Farago, der als Ersatzmann für Sven Kwiatkowski einspringen sollte, erlitt eine eine Verletzung im Schultergelenksbereich. Zuvor waren bereits die Olympiasieger Waleri Belenki und Sergej Scharkow wegen Verletzungen ausgefallen.

Nun Start für Syrien

Der 400-Meter-Hürdenläufer Zid Abou-Hamed will um jeden Preis bei den Spielen in Sydney starten. Nachdem er seinen Sportgerichts-Prozess gegen seine Nicht-Aufnahme ins australische Team in erster Instanz verloren hatte, erklärte er, für Syrien antreten zu wollen. Abou-Hamed hatte Syrien im Jahr 1993 verlassen und 1996 die australische Staatsbürgerschaft bekommen.

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