Sport : Olympia 2000: Samaranch gesteht "Versagen" ein

Juan Antonio Samaranch hat sein Versagen in der Programmgestaltung Olympischer Spiele eingestanden. "In der Hinsicht habe ich versagt. Vielleicht wird der neue Präsident bei der Aufgabe erfolgreicher sein: Sportarten zu streichen und neue zu integrieren - und damit die Renovierung des olympischen Programms anzugehen", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in einem Interview mit der "Welt" (Montagausgabe). "Ich wiederhole: Ich habe das versucht, aber ich bin gescheitert", meinte der im kommenden Jahr aus dem Amt scheidende Spanier.

Als Samaranch 1980 in Moskau Präsident wurde, wurden bei den Sommerspielen noch 21 Sportarten mit 203 Medaillenwettbewerben austragen. In Sydney erhöht sich die Zahl der Sportarten durch die Aufnahme von Triathlon und der asiatischen Kampfsportart Taekwondo auf 28, Medaillen werden in 300 Wettbewerben vergeben. Nach einem Beschluss der IOC-Vollversammlung vom vergangenen Jahr können künftig neue Sportarten nur dann aufgenommen werden, wenn im Gegenzug dazu andere gestrichen werden. Auf diese Weise soll die Zahl der teilnehmenden Sportler bei 10 000 gehalten werden.

Weniger als drei Wochen vor der Eröffnung der Sydney-Olympiade zeigte sich Samaranch "überzeugt, dass wir großartige Spiele sehen werden. Die Australier haben sehr gut gearbeitet, alles ist vorbereitet, alle Anlagen sind fertig, es bleibt genug Zeit, die Wettbewerbe zu organisieren". Zugleich wiederholte der IOC-Präsident seine Einschätzung, 21 Jahre an der Spitze des IOC seien möglicherweise eine zu lange Zeit gewesen. "Vielleicht bin ich zu lange IOC-Präsident geblieben", sagte Samaranch.

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