• Olympia 2008: "Mit Monstern spielen". Pressestimmen zur IOC-Entscheidung für Peking

Sport : Olympia 2008: "Mit Monstern spielen". Pressestimmen zur IOC-Entscheidung für Peking

"Le Figaro" (Frankreich): Peking 2008: Das Geld hat schon die Goldmedaille.

Gazzetta dello Sport (Italien): Chinas Sieg ist Anerkennung für einen Giganten, der einen stetigen Wandlungsprozess erlebt. Das IOC hat die Bemühungen eines Landes belohnt, das auf Normalität setzt.

"The Times" (England): Das IOC hat ein Experiment gestartet, wie Sport und Politik am besten zu mischen sind, damit ersteres für Fortschritte bei letzterem sorgen kann. Lasst uns beten, dass sich das IOC-Risiko auszahlt.

"The Mirror": Das ist, als gäbe man es an das sowjetische Russland oder Hitlers Deutschland. Es gab eine weltweite Wut, als China mit seinem erschreckenden Ruf in Bezug auf die Menschenrechte die Ehre erhielt, die Olympischen Spiele 2008 auszurichten. Wir müssen davon wegkommen, mit Monstern zu spielen.

"The Sun" (England): China hat die Olympischen Spiele voll verdient. Schließlich wohnt dort ein Viertel der Menschheit. Diese afrikanischen Nationen, die China Menschenrechtsverletzungen vorwerfen, sollten sich mal besser ihre eigenen Unrechtsregimes angucken, bevor sie mit Steinen werfen. Gut, China hat ein nach westlichen Begriffen harsches Strafsystem. Aber das ist deren Sache - nicht unsere.

"Berlingske Tidende" (Dänemark): Die Mitglieder des IOC sind keine Angsthasen. Ihr Nachtschlaf wird nicht durch Fragen nach den Menschenrechten gestört. Für sie spielen wohl eher handfeste Erfolgskriterien eine Rolle, von denen die reibungslose Abwicklung von Olympischen Spielen das alles entscheidende ist. Das IOC ist nicht die UN des Sports, sondern knallhartes Geschäft.

"Rossijskaja Gaseta" (Rußland): Was den Ausschlag für die Entscheidung des IOC gegeben hat, bleibt ungewiss. In jedem Falle hat das IOC eine gute Wahl getroffen.

"Nihon Keizai Shimbun" (Japan): Die Spiele 1980 in Moskau wurden von westlichen Staaten boykottiert aus Protest gegen den Einmarsch in Afghanistan. Sollte China gegen Taiwan militärisch vorgehen, die Demokratiebewegung oder die Unabhängigkeitsbewegung in Tibet heftig unterdrücken, könnte so etwas noch einmal passieren.

"La Vanguardia" (Spanien): Es besteht die Hoffnung, dass China die von der Wahl ausgehende Botschaft diesmal versteht. Nun besteht die Möglichkeit, dass der olympische Frieden auch China erreicht.

"China Daily" (China): "Wir glauben, die Stadt wird die Spiele 2008 zu den einzigartigsten aller Zeiten machen. Die Spiele werden auch ein Vermächtnis an die Menschenrechte sein."

"China Times" (Taiwan): "Wir können in den kommenden sieben Jahren Frieden erwarten, wenn China umsichtiger mit den Belangen Taiwans umgeht.

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