Olympia-Bilanz : DOSB will strukturelle Defizite beseitigen

Auf der ersten Präsidiumssitzung des Deutschen Olympischen Sportbundes nach Peking 2008 stimmten Präsident Thomas Bach und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble überein: Das deutsche Olympia-Team hat die drei ausgegebenen Zielstellungen grundsätzlich erfüllt. Trotzdem stehen drei Sportarten in der Kritik.

BerlinInsgesamt sei der seit 1992 bei den Olympischen Sommerspielen anhaltende Abschwung gestoppt worden, die Athleten hätten durchgängig saubere Leistungen abgeliefert und seien als würdige Botschafter Deutschlands aufgetreten. Bei der ersten Olympia-Analyse nach dem Ende der Spiele in Peking wurde jedoch gefordert, dass vor allem strukturelle Defizite beseitigt werden müssten.

In mehreren Sportarten wie der Leichtathletik, im Schwimmen und im Rudern war das Potenzial in Peking jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft worden. "Es gilt nun, die richtigen Konsequenzen mit Hinblick auf London 2012 zu ziehen", erklärte Thomas Bach mit Blick auf unbefriedigende Leistungen in mehreren Sportarten. Bereits am zurückliegenden Wochenende hatte der DOSB-Präsident bei einer Veranstaltung in Rust unter anderen den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) kritisiert. "Das Abschneiden der Leichtathleten war weniger als zufriedenstellend, um es vorsichtig zu formulieren", stellte Bach dort fest.

Mitglieder des Athleten-Beirats schilderten in Berlin ihre insgesamt positiven Erfahrungen von den Spielen in Peking. Die Aktiven-Vertreter betonten aber, dass künftig im deutschen Sport mehr Wert auf die duale Karriere mit Sport und Beruf gelegt werden müsse. (rope/dpa)

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