Sport : Olympia ist das letzte große Ziel des Stabhochspringers

Gerd Holzbach

Nein, das Metier will Sergej Bubka nicht wechseln, nur weil Tennisspielen im fortgeschrittenen Alter bequemer ist als Stabhochspringen. Zur Tennis-Weltmeisterschaft in Hannover schwebte der "Herrscher der Lüfte" mit Ehefrau Liljana und kompletter Familie ein, "weil meine beiden Söhne total tennisverrückt sind, Stabhochsprung interessiert sie gar nicht", sagt Sergej Bubka.

Der 35-Jährige selbst will sich indes mit dem Stabhochsprung noch ein paar Jahre aktiv beschäftigen. "Meine große Serie ist zwar gerissen, aber mein Ehrgeiz ungebremst", sagt der Ukrainer, der seit 1985 nicht weniger als 35 Weltrekorde erzielte, angesichts des missglückten Versuchs, im August in Sevilla zum siebenten Mal in Serie Weltmeister zu werden. "Alle Zeitungen haben geschrieben, ich wäre wegen einer Operation an der Achillessehne nicht in Sevilla gestartet. Aber das Problem lag woanders", sagt Bubka. Ein Arzt hatte festgestellt, dass es sich bei seinen Beschwerden um einen Haarriss an der rechten Ferse handelte. "In den Spalt wurde ein Knochensplitter aus der rechten Hüfte eingesetzt. Wenn der Fuß mitmacht, will ich in der Hallensaison zwei, drei Wettkämpfe bestreiten und im Sommer bei Olympia noch einmal angreifen." Was ihm derlei Zuversicht gibt? "Ich werde in Kürze zwar 36 Jahre alt, aber aufgrund der Verletzungen habe ich mich zuletzt ein wenig schonen können und etwas regeneriert. Außerdem war ich 1996 wahrscheinlich in der besten Form, die ich je hatte. Aber leider konnte ich das auch verletzungsbedingt nicht umsetzen."

Den Kampf um neue Höhenflüge gibt Bubka so schnell nicht auf. "Wenn ich fit bin", sagt er, "traue ich mir auch wieder einen Weltrekord zu." Die letzte Bestmarke von ihm, 6,14 m im Freien, liegt schon gut fünf Jahre zurück.

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