Olympia-Nachspiel : Abrahamian verklagt Ringer-Weltverband

Bei den Olympischen Spielen wollte der Ringer Ara Abrahamian seine Bronzemedaille nicht, weil er sich unfair behandelt fühlte. Die Fila belegte den Schweden daraufhin mit einer lebenslangen Sperre. Nun klagt Abrahamian.

Abrahamian
Ara Abrahamian nimmt sich während der Siegerehrung die Bronzemedaille vom Hals. -Goto: getty

StockholmDer bei den Olympischen Spielen in Peking disqualifizierte Ringer Ara Abrahamian (33) aus Schweden bereitet eine Schadensersatzklage gegen den Weltverband Fila vor. Wie Zeitungen in Stockholm am Freitag berichteten, will Abrahamian mindestens fünf Millionen Kronen (550.000 Euro) verlangen, weil er sich im Halbfinale der Klasse bis 84 Kilo im griechisch-römischen Stil gegen den späteren Olympiasieger Andrea Minguzzi benachteiligt fühlte.

Der in Armenien geborene Abrahamian warf nach der Siegerehrung seine Bronzemedaille weg. Sie wurde ihm danach aberkannt. Abrahamians Anwalt Pelle Svensson, Ex-Präsident des schwedischen Ringerverbandes, begründete die Klage damit, dass der Weltverband nichts zur Aufklärung der Proteste nach dem Kampf unternommen habe. Man wolle auch die ersatzlose Streichung der lebenslangen Sperre gegen Abrahamian erreichen, die von der Fila wegen des Olympia-Skandals verhängt worden war. "Es geht meinem Mandanten gar nicht gut", meinte Svensson über Abrahamian. (sg/dpa)

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