Olympia ohne ARD und ZDF : "Wir verlieren an Wahrnehmung und Anerkennung"

Der Deutsche Kanu-Verband befürchtet, öffentlich weniger wahrgenommen zu werden, wenn Olympische Spiele nur noch im Privatfernsehen übertragen werden.

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Alle vier Jahre im Vordergrund. Nur bei Olympia erfahren deutsche Kanuten große öffentliche Aufmerksamkeit, hier gewinnt der Kajak-Vierer in Rio de Janeiro Gold.
Alle vier Jahre im Vordergrund. Nur bei Olympia erfahren deutsche Kanuten große öffentliche Aufmerksamkeit, hier gewinnt der...Foto: p-a/dpa

Der Deutsche Kanu-Verband (DKV) befürchtet, öffentlich weniger wahrgenommen zu werden, wenn Olympische Spiele künftig nur noch im Privatfernsehen übertragen werden. „Wir verlieren an Wahrnehmung und Anerkennung“, sagte DKV-Präsident Thomas Konietzko dem „Tagesspiegel“ (Donnerstags-Ausgabe). „Ich befürchte, dass die Berichterstattung nicht mehr so sehr auf das deutsche Publikum zugeschnitten sein wird wie bei ARD und ZDF“, sagte der 53-Jährige. „Für uns ist es aber sehr wichtig, dass nicht nur die anonymen Boote gezeigt werden, sondern auch die Gesichter hinter dem Erfolg. Das könnte bei Discovery deutlich schlechter werden.“ Er sei traurig, weil der Kanu-Verband, der in Rio de Janeiro 2016 die erfolgreichste deutsche Teilmannschaft gestellt hatte, mit den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten „einen bewährten, zuverlässigen und guten Partner“ verliere.

Angesichts des neuen olympischen TV-Partners und der gemeinsamen Spitzensportreform des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und des Bundesinnenministeriums gibt es laut dem DKV-Chef ein „großes Miteinander“ zwischen den deutschen Sportverbänden. „Wir versuchen alle, sehr eng zusammenzuarbeiten und auch zusammenzuhalten“, sagte Konietzko. „Aber es ist jetzt natürlich die Aufgabe der Führung im DOSB, einen Verdrängungskampf und Kannibalismus zwischen den Verbänden zu verhindern. Damit keiner auf der Strecke bleibt.“

Das komplette Interview lesen Sie am Donnerstag in der Print-Ausgabe des Tagesspiegels und auf www.tagesspiegel.de/sport

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