Sport : Olympia-Qualifikation der deutschen Basketballer ohne verletzten Okulaja

Bamberg - Er hatte alles versucht, doch der Rücken streikte. Und Ademola Okulaja, der Mann, den sie wegen seines Kampfgeistes „Warrior“ (Krieger) nennen, war machtlos. Am Freitagabend rang sich Dirk Bauermann, der Bundestrainer der deutschen Basketball-Nationalmannschaft, schweren Herzens dazu durch, Okulaja aus dem Aufgebot für das Olympia-Qualifikationsturnier in Athen Mitte Juli zu streichen.

„Das ist ein herber Verlust für uns“, sagte Bauermann beim Supercup in Bamberg. Dort sicherte sich sein Team gestern ohne Okulaja mit dem 77:67 (42:31) gegen Slowenien Platz drei, beste Werfer waren Demond Greene (18 Punkte) und Dirk Nowitzki (14). Turniersieger wurde Griechenland durch ein 93:86 (61:49) gegen Puerto Rico. Nach dem Sieg strich Bauermann Guido Grünheid und Rouven Rössler aus dem Kader für Athen. Für den eingebürgerten Amerikaner Chris Kaman, der am Mittwoch zum Spiel in Hamburg gegen Kanada zum Team stoßen soll, muss der Trainer sich noch von einem weiteren Spieler trennen.

Okulaja ist nach seinem Vereinskollegen Mithat Demirel und dem Berliner Johannes Herber der dritte Leistungsträger, auf den die Deutschen verzichten müssen. „Mit seiner großen Erfahrung und seinen Qualitäten als Allrounder wäre er sehr wichtig für uns gewesen“, sagte Bauermann über den 32-Jährigen. Okulaja selbst war „natürlich sehr enttäuscht, aber die Gesundheit geht vor“. Er hatte seit Beginn des Trainingslagers auf Mallorca über Rückenbeschwerden geklagt. Nun ergab eine erneute Kernspintomographie, dass sein Einsatz auf unbestimmte Zeit nicht möglich ist. Ob die Verletzung auch das Ende der Nationalmannschafts-Karriere des WM-Dritten von 2002 bedeutet, dazu hat Okulaja sich bislang nicht geäußert. Tsp

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