Olympia : Schüttler muss warten

Um den Olympia-Start des Wimbledon-Halbfinalisten Rainer Schüttler gibt es Streit zwischen dem Tennis-Weltverband ITF und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Berlin„Den Konflikt zwischen ITF und DOSB können nur die beiden Parteien lösen. Der Deutsche Tennis-Bund versucht jedoch, zwischen den Positionen zu vermitteln und damit zu einer Lösung beizutragen“, hieß es am Tag nach der Olympia-Nominierung Schüttlers durch den DOSB.

Schüttler hat nach Angaben seines Trainers und Managers Dirk Hordorff extra auf die beiden Masters-Turniere in Toronto und Cincinnati verzichtet. „Er ist sehr dankbar für die Nominierung und bereitet sich vor, um eine Medaille zu gewinnen. Er ist jederzeit bereit, zu Olympia zu fahren“, sagte Hordorff über seinen Athleten, der 2004 mit Nicolas Kiefer in Athen Silber im Doppel geholt hatte. Von der momentanen Unklarheit lasse sich der 32 Jahre alte Hesse nicht aus der Ruhe bringen. „Wenn er sich jeden Tag verrückt macht, ist er schon entnervt, ehe Olympia angefangen hat“, sagte Hordorff und lobte unabhängig von der Nominierung DOSB-Generaldirektor Michael Vesper, der Schüttler vorbildlich informiere. Die ITF verwies ungeachtet der Nominierung am Donnerstag darauf, dass Schüttler am Stichtag 9. Juni - und damit vor Wimbledon - nicht unter den besten 56 der bereinigten Weltrangliste war. Er könne nur noch nachrücken, wenn bis zum 2. August genügend qualifizierte Teilnehmer absagen.Schüttler taucht auf der am Montag aktualisierten Startliste des ITF für Olympia weiterhin nicht auf.

Dort wird außer Kiefer und Philipp Kohlschreiber weiter Denis Gremelmayr mit dem Zusatz geführt, dass das nationale Gremium einen Start noch nicht bestätigt hat. Der DOSB hatte den Viertelfinal-Einzug bei einem Grand-Slam- oder Masters-Turnier verlangt. Am Stichtag stand Gremelmayr aber unter den besten 56 der Welt und erfüllte damit die Voraussetzungen der ITF. dpa

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