Liveblog zum Nachlesen : Rock-Spektakel zum Abschluss: Die finale Olympia-Show
12.08.2012 18:24 Uhr01.07 Uhr: Die letzten Konfettischnipsel fliegen durch die Luft. "Inspire a generation" - bleibt das? Jeden Tag lief am Ende der Wettbewerbe ein Verabschiedungsclip, in dem einige Prominente auf Wiedersehen sagten. Zehnkampf-Olympiasieger Daley Thompson, schloss mit dem Appell: "Mütter und Väter: bringt Eure Kinder zum Sport." Das ist der Auftrag dieser Spiele. Dieser fröhlichen und bewegenden Spiele. Good night and good luck.
01.00 Uhr: Die Flamme ist aus, die Olympischen Spiele sind zu Ende. Die Spiele waren zurückgekommen, dorthin, wo der Sport zu Hause ist, wo Sportarten erfunden wurden, wo der Sportsgeist geboren wurde.
Jetzt ziehen die Spiele wieder hinaus in die weite Welt.
00.59 Uhr: Als die Stadionsprecherin das Löschen der Flamme ankündigt, sind aus dem Publikum einige wehmütige Schreie zu hören.
00.46 Uhr: Und jetzt IOC-Präsident Rogge. Wie wird er die Spiele nennen? Sein Vorgänger Juan Antonio Samaranch hatte die Angewohnheit, oder sagen wir die Marotte, am Ende immer zu sagen, es seien "the best games ever" gewesen. Rogge, ein Mann von größerer Zurückhaltung, will dabei nicht mitmachen. Man könne Spiele nicht vergleichen, hat er noch am Morgen gesagt. Seine Worte für London: "These were happy and glorious games." Leiser Jubel, vereinzelter Beifall, vielleicht hätte sich mancher Zuschauer mehr erhofft. Einen Superlativ. Dabei hat Rogge wirklich schöne Worte gefunden: fröhlich und prächtig, so würde ich es jetzt mal übersetzen.
Hier die Bilder zur großen Schlussfeier in London:
00.40 Uhr: Zeit zum Reden. Sebastian Coe beginnt, der Organisationschef. "Wonderful games in a wonderful City" nennt er die Spiele, London habe sich "würdig erwiesen". Den größten Jubel bekommt er, als er den Volunteers dankt. Jeder Volunteer habe das Recht zu sagen: "I made London 2012". Was in diesen zweieinhalb Wochen stattgefunden habe, werde jetzt nicht enden. "The spirit of these Olympics will inspire a generation." Und als Individuen wie als Nation wüssten sie jetzt, wozu sie imstande sind. "When our time came, Britain, we did it right."
00.36 Uhr: Und Pelé durfte natürlich nicht fehlen.
Nicht alles lief rund in den letzten zweieinhalb Wochen: Hier die größten Pannen der Olympia-Organisatoren
00.33 Uhr: Ich habe den Eindruck, dass das Publikum gerade hin- und hergerissen ist: hingerissen von Brasilien - also zusammen mit Rio feiern, sich freuen auf ein neues olympisches Abenteuer? Vielleicht, aber es ist gerade etwas ruhiger geworden im Stadion, möglich, dass manchen Briten gerade jetzt in diesem Moment bewusst wird, dass die Spiele in London zu Ende sind, dass die Olympischen Spiele weiterziehen auf andere Erdteile und so schnell nicht wiederkommen, nicht nach Europa und erst recht nicht nach London.
00.30 Uhr: Rios erster olympischer Auftritt - sympathisch mit einem tanzenden Straßenkehrer. Nach Peking und London steht den Olympischen Spielen also die Reise in eine komplett andere Welt bevor. Und auch Rio wird der olympischen Bewegung etwas geben können, Rhythmus, Lebensfreude und vielleicht sieht man auch den tanzenden Straßenkehrer wieder, wie er etwas Staub aus dem Protokoll fegt.
Hier noch einmal alle deutschen Medaillengewinner im Überblick:
0.27 Uhr: Gut, nun zum feierlichen Teil. Hymnen, Hymnen, Hymnen. Erst die griechische für die Vergangenheit der Spiele. Dann die olympische für die Ewigkeit der Spiele. Dann die brasilianische für die nächste Zukunft der Spiele. Eduardo Paes, der Bürgermeister von Rio de Janeiro schwenkt die Fahne übrigens noch etwas ungeschickt, aber er hat ja noch vier Jahre Zeit, um Schwung in die Arme zu bekommen.
00.18 Uhr: Für diese Feier darf sogar Freddie Mercury noch einmal kurz auferstehen und mit dem Publikum singen. We will rock you. Ein Blick durchs Athletenvolk zeigt übrigens, dass hier längst nicht alle in Feierstimmung angekommen sind. Da stehen einige mit verschränkten Armen rum, während die Gitarre sich die Saiten aus dem Körper vibriert. Vielleicht steht ja mancher gerade neben seinem Viertelfinalgegner, dem jetzt die Medaille um den Hals baumelt, die sie oder er auch gerne gehabt hätte.
Bildergalerie: London im Olympiafieber:
Olympiafieber in London(14 Bilder)
00.11 Uhr: Jetzt gibts nochmal den offiziellen Olympiasong Survival von Muse, mit dem wir hier zweieinhalb Wochen lang beschallt worden sind.
23.59 Uhr: Hoffe, dass die Kamera jetzt mal das Publikum zeigt: 80 000 Zuschauer stehen zu "Wonderwall" und schwenken die Arme - das vielleicht bisher beeindruckendste Bild dieser Feier.
23.52 Uhr: Frage mich gerade, wen wir bei einer solchen Veranstaltung wohl auf die Bühne lassen würden: Die No Angels, Till Brönner, Mister President, Silbermond, Juli oder nochmal Modern Talking wiedervereinigt?
































































