Video : Deutschland-Achter will Olympia-Medaille

10.07.2012 16:48 Uhr

Der Deutschland-Achter nimmt Kurs auf Olympia. Derzeit wird unter den Augen von Bundestrainer Ralf Holtmeyer das Grundlagentraining absolviert. Anschließend geht es in Ratzeburg um die wettkampfspezifischen Fähigkeiten des Teams.

Der Deutschland-Achter nimmt Kurs auf Olympia. Die Erfolgs-Mannschaft befindet sich auf der sprichwörtlichen Zielgeraden zu einem Medaillen-Sieg in London. Doch zuvor wird unter den Augen von Bundestrainer Ralf Holtmeyer in Breisach noch Grundlagentraining absolviert. "Also Schwerpunkt auf lange Strecken, Ausdauer auf dem Wasser, aber auch an Land. Wir haben auch Radfahren gemacht und natürlich parallel unser Krafttraining, was wir machen.

Das machen wir jetzt zweieinhalb Wochen und dann nach einer kurzen Pause gehen wir noch mal nach Ratzeburg und da prägen wir dann die wettkampfspezifischen Fähigkeiten aus. Das, so grob gesagt." Unter der Leitung von Holtmeyer, der die deutschen Ruderer mit einer Unterbrechung seit 1988 in der Königsdisziplin betreut, hat die Besatzung des Achters drei Jahre in Folge den Weltmeistertitel geholt.

Besser noch: die Mannschaft blieb in den letzten 34 Events ungeschlagen.

Von großem Druck ist im Trainingslager allerdings nichts zu spüren: ruhig und koordiniert geschehen alle Bewegungsabläufe. Diese Ruhe spiegelt sich auch in den Worten des Trainers wider: "Na, Druck ist ja das, was man sich selbst macht. Wir sagen, es ist wichtiger, was wir von uns selbst erwarten, als das, was von außen erwartet wird und das haben wir bis jetzt auch ganz gut geschafft." Die Besatzung orientiert sich am Rhythmus von Schlagmann Kristof Wilke und taucht die Riemen in regelmäßigen Abständen gleichzeitig ins Wasser, damit die Fahrt keine Sekunde zu lang gebremst wird.

Wilke erkennt zwar den olympischen Gedanken an, doch die Hoffnung auf eine Medaille will er sich auch nicht untersagen. "Keiner fährt dahin, um nur dabei zu sein, auch wenn das oft das Motto sein sollte. Aber ja, ich denke, jeder will da auch irgendwie eine Medaille abgreifen und, ja klar kann man sagen, aufgrund der Vorentscheidung jetzt in Belgrad und Luzern, die wir jetzt gefahren sind, sind die Engländer nach wie vor natürlich unsere Hauptkonkurrenz.

Aber die Kanadier mit ihrer Weltbestzeit da jetzt in Luzern haben auch gezeigt, dass sie das können und, ja, es bleibt abzuwarten." Nach einer Durststrecke zu Anfang des Jahrtausends ist bei internationalen Wettbewerben wieder fest mit den deutschen Ruderern auf dem Siegertreppchen zu rechnen. Doch Trainer Holtmeyer weiß, dass schwierige Bedingungen wie Wellen und Seitenwind selbst das beste Team eine gute Platzierung kosten könnten. Damit das in diesem Jahr in London nicht passiert, wird weiter trainiert, an den Details gefeilt und Kurs genommen auf olympisches Gold.

(rtr)

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