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Olympiabewerbung : München 2018 beurlaubt Geschäftsführer Adam

In der Münchner Bewerbung um den Milliardenpreis Olympia 2018 kriselt es: Geschäftsführer Richard Adam wurde nach nur 16 Monaten im Amt mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Der Tourismus-Experte war in der Führungsebene für die Bereiche Marketing, Personal und Kommunikation verantwortlich.

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Für Richard Adam sind die vergangenen 16 Monate nicht besonders gut gelaufen. Eigentlich wollte er als Geschäftsführer gemeinsam mit Wilfrid Spronk die Münchner Bewerbungsgesellschaft für die Olympischen Winterspiele 2018 leiten. Doch dann erkrankte der Chef der Münchner Olympiapark GmbH und Adam erhielt von der Gesellschafterversammlung neue Geschäftsführer vorgesetzt: erst den Sportfachmann Bernhard Schwank, dann den Filmemacher und Textilunternehmer Willy Bogner. Und nun ist für Adam sogar Schluss.

Am Montag hat die Bewerbungsgesellschaft „München 2018“ ihren Geschäftsführer mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Zu den Gründen will sich Richard Adam auf Nachfrage mit Verweis auf die noch laufenden Ausstiegs-Verhandlungen nicht äußern. Auch der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes, Thomas Bach, will zu Personalfragen nichts sagen. Die Gründe hängen aber nach Informationen des Tagesspiegel mit der Geschäftsführer-Struktur in der Münchner Bewerbungsgesellschaft zusammen. Es soll Differenzen zwischen Bernhard Schwank, Willy Bogner und Richard Adam gegeben haben.

Willy Bogners Führungsstil gilt als autokratisch

So gilt Willy Bogners Führungsstil als autokratisch, der Filmemacher hatte zuletzt die Außendarstellung der Gesellschaft an sich gerissen. Nicht alle sollen damit uneingeschränkt einverstanden sein, die Sportartikelfirma „adidas“, die „München 2018“ mit einer Millionensumme unterstützt, soll das Engagement des unmittelbaren Konkurrenten im Sporttextilbereich nicht nur positiv sehen. Die Sportartikelfirma ist einer von fünf Sponsoren, die zwei Drittel der 30 Millionen Euro Bewerbungskosten finanzieren.

München bewirbt sich neben Annecy (Frankreich) und Pyeongchang (Südkorea) um die Austragung der Winterspiele 2018. Die Südkoreaner gelten neben München als Favorit, am 6. Juli 2011 zur Ausrichterstadt gekürt zu werden. Zuletzt erhoffte sich München vom guten Abschneiden der deutschen Wintersportler in Vancouver einen Schub. Die jüngsten Personalquerelen hingegen dürften das Gegenteil bewirken.

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