Olympische Spiele 2024 und 2028 : Paris und Los Angeles bekommen den Zuschlag

Erstmals seit fast 100 Jahren wurden wieder zwei Spiele gleichzeitig vergeben. Los Angeles und Paris warben mit bürgernahen Konzepten.

Im Los Angeles Memorial Coliseum sollen die Spiele 2028 stattfinden.
Im Los Angeles Memorial Coliseum sollen die Spiele 2028 stattfinden.Foto: Richard Vogel/AP/dpa

Die Doppelvergabe der Olympischen Spiele 2024 an Paris und 2028 an Los Angeles ist beschlossen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) billigte am Mittwoch in der peruanischen Hauptstadt Lima ein entsprechendes Abkommen mit den beiden Städten.

Erstmals seit fast 100 Jahren vergab das Internationale Olympische Komitee wieder zwei Sommerspiele gleichzeitig. Nach Korruptionsskandalen in der Vergangenheit macht das IOC damit einen ersten Schritt, die Vergabepraxis zu reformieren und so Bestechungsversuchen vorzubeugen. Derzeit untersucht die französische Justiz, ob die Vergabe der Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro gekauft war.

Paris und Los Angeles haben bürgernahe Konzepte vorgelegt und werben mit vergleichsweise geringeren Kosten, da die meisten Sportstätten bereits bestehen. Die Bürger stehen hinter den Plänen. Paris will beispielsweise das Stade de France als Olympiastadion nutzen. Die französische Hauptstadt hatte die Spiele schon 1900 und 1924 ausgerichtet. Paris kalkuliert für 2024 nun mit 6,2 Milliarden Euro.

Spiele in Südkorea finden statt

Los Angeles will 2028 - wie schon bei den Spielen 1932 und 1984 - das Los Angeles Memorial Coliseum nutzen. Mit 5,3 Milliarden Dollar will die Stadt auskommen (knapp 4,5 Milliarden Euro). Das IOC schießt 1,8 Milliarden Dollar zu. Zuletzt vergab das Komitee 1921 die Olympischen Sommerspiele in einer Doppelvergabe: 1924 an Paris und 1928 an Antwerpen.

In seiner Eröffnungsrede der Session ließ IOC-Präsident Thomas Bach keinen Zweifel, dass die Winterspiele in Südkorea im kommenden Februar trotz der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel stattfinden. Über Alternativen zu den Spielen in Pyeongchang vom 9. bis 25. Februar zu sprechen, sei die falsche Botschaft, sagte Bach.

Pyeongchang ist nicht einmal 100 Kilometer von der Grenze zu Nordkorea entfernt. Das weitgehend isolierte Nordkorea hatte mit Raketen- und Atomtests die Spannungen auf der Halbinsel immer wieder verschärft. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Montag in New York einstimmig neue Strafmaßnahmen gegen Nordkorea verabschiedet. (dpa)

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