Olympische Spiele : Peking pocht auf Sicherheit

Die chinesischen Olympia-Organisatoren haben ihre massiven Sicherheitsvorkehrungen gegen Befürchtungen verteidigt, dass der Spaß der Teilnehmer zu kurz kommen könnte. Auch für mögliche Demonstrationen haben die Veranstalter schon vorgesorgt.

Peking Foto: dpa
Wache vor dem Nationalstadion in Peking. -Foto: dpa

PekingDie Organisatoren der Olympischen Sommerspiele in Peking gehen beim Thema Gefahrenabwehr keine Kompromisse ein. Zwar nannte der Sicherheitschef des Organisationskomitees (BOCOG), Liu Shaowu, die chinesische Hauptstadt "eine der sichersten Städte der Welt", doch hob er hervor, dass die Sicherheit "höchste Priorität" habe. "Während internationale terroristischen Aktivitäten zunehmen, stehen die Olympischen Spiele auch vor der Bedrohung durch einen Terroranschlag", sagte Liu Shaowu am Mittwoch in Peking vor der Presse. Die Sicherheitsvorkehrungen seien auch nicht ungewöhnlich. "Die meisten getroffenen Maßnahmen stimmen mit der Praxis bei früheren Olympischen Spielen überein."

Für eventuelle Demonstrationen während der Spiele habe die Hauptstadt eigens drei Areale in städtischen Parks zur Verfügung gestellt, berichtete Liu Shaowu ferner. Trotzdem müsse jeder Protest vorher beantragt und genehmigt werden. Nach seiner Darstellung erschien es unwahrscheinlich, dass Kundgebungen an anderen Stellen der Stadt genehmigt würden. "Wir schlagen vor, dass die Demonstrationen an den dafür vorgesehenen Orten stattfinden." Der Sicherheitschef bekräftigte, dass die olympische Charta den Athleten keine politischen Aktionen oder Proteste in den Wettkampfstätten erlaube. Er sagte auf Nachfrage aber nicht, was die Olympia-Organisationen in einem solchen Fall tun würden. (feh/dpa)

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