Online-Enthüllungsplattform : Football Leaks: Es leckt im Weltfußball

Die Plattform Football Leaks enthüllt Gehälter und Ablösesummen der Stars. Die Whistleblower entlarven Hintermänner – und befriedigen die Neugier der Massen. Unsere Blendle-Empfehlung.

Tiago Beato, Filipe Dias
Das Enthüllungsportal "Football Leaks" hat angekündigt, auch in Zukunft Einblicke in die oftmals undurchsichtigen Geschäfte auf dem Transfermarkt zu gewähren. Im Internet veröffentlichte Details aus den Arbeitsverträgen von Fußball-Profis sorgten bereits in den vergangenen Wochen für Aufregung.
Das Enthüllungsportal "Football Leaks" hat angekündigt, auch in Zukunft Einblicke in die oftmals undurchsichtigen Geschäfte auf...Foto: Schmidt/dpa

Sie haben kein Gesicht, sie bewegen sich jenseits des Gesetzes und sie sagen, sie wollen den Fußball säubern. Während Sie diese Zeilen lesen, stellen sie vermutlich gerade neue Dokumente ins Netz, die den Fußball erschüttern. Die Rede ist von den Betreibern von Football Leaks. Dank dieser Online-Plattform wissen wir jetzt, dass Real Madrid für Gareth Bale exakt 100 759 418 Euro Ablöse gezahlt hat, dass Toni Kroos derzeit 10,9 Millionen Euro im Jahr verdient und dass Real Madrid eine Rückkaufoption für Mesut Özil besitzt. Vor allem wissen wir aber, wer alles im Hintergrund mitverdient am Milliardengeschäft Fußball.

Der Server der Seite steht in Russland, dem Land, das derzeit dem berühmtesten Whistleblower der Welt, Edward Snowden, Unterschlupf gewährt. Nach diesem und weiteren Vorbildern wie Wikileaks wollen die Urheber von Football Leaks die Parallelwirtschaft im Fußball denunzieren. Sie versichern, dass sie über 500 Gigabyte an Informationen verfügen, also mehrere Hunderttausend Seiten brisanter Vertragsinhalte.

Doch wer steckt hinter all den PDF–Dateien, die täglich unter der Internetadresse www.footballleaks2015.wordpress.com auftauchen? Hacker, verfeindete Spielerberater, frustrierte Vereins- oder Verbandsmitarbeiter? Von Journalisten befragt, antworten die Betreiber, dass sie neun Personen aus Portugal seien, aber ihre Identität nicht preisgeben wollen, aus Angst vor Verfolgung. Man habe sich mächtige Feinde gemacht.

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