Sport : Orakel Liga-Pokal

Armin Lehmann

sagt, warum Vorfreude nicht immer die schönste Freude ist Dann stellen wir uns mal ganz dumm und nehmen unsere Fußballer zum Thema Liga-Pokal beim Wort. Bremens griechischer Europameister Angelos Charisteas sagt zum Beispiel vor der Partie gegen Stuttgart am Donnerstag: „Ich bin heiß. Ich will sofort spielen!“ Oder Oliver Kahn vom FC Bayern, der heute gegen Leverkusen kickt: „Ich bin wieder hungrig auf Titel.“ Und: „Jetzt geht es richtig los. Wir wollen den ersten Pokal gewinnen.“

Ja, wirklich? Es ist so eine Sache mit diesem Wettbewerb kurz vor Saisonbeginn. Die Fans, die ihn live im Fernsehen verfolgen können, denken sich auch immer: Endlich, es geht los! Um dann festzustellen: Nee, doch nicht. Ist eben nur ein freundschaftlicher Test, meist langweilig. Und dann ärgert sich der Fan: weil es noch dauert, ehe es ernst wird. Aber für die Bundesliga ist es gut: weil die Ungeduld der Fußball-Nation auf den ersten Spieltag immer größer wird.

Seit den Siegen von Hertha 2002 und vom HSV 2003, die danach jeweils ziemlich mickrige Saisonergebnisse erzielten, will den Pokal sowieso niemand mehr wirklich gewinnen: Das gilt als schlechtes Omen.

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