Sport : Ostwald fehlt eine Tausendstelsekunde

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Ronny Ostwald hat die 100 m gewonnen. Er ist 10,22 Sekunden gelaufen, er hat damit die OlympiaQualifikation fürs 100-m-Einzel-Rennen um eine Hundertstelsekunde verpasst. Offiziell. In Wirklichkeit darf Ostwald in Athen die 100 m nicht laufen, weil er eine Tausendstelsekunde zu langsam war. Jedenfalls wurde er so gemessen: 10,211 Sekunden. Und das bedeutet, gemäß der Regel: aufrunden, 10,22 Sekunden. Sprint-Bundestrainer Uwe Hakus ist fassungslos: „Wir verbauen hier einem Athleten eine Chance wegen einer Tausendstelsekunde. Hier geht es um die deutsche Leichtathletik, Ostwald würde in Athen Deutschland vertreten.“ Wäre Ostwald klar 10,22 gelaufen, hätte Hakus das akzeptiert.„Aber auf dem Zielfoto ist nicht mal genau zu sehen, dass er eine Tausendstelsekunde zu langsam ist, so einen dünnen Balken gibt’s ja gar nicht. Es kommt darauf an, wie man ansetzt“, sagt Hakus. Er sah das Zielfoto und alarmierte sofort Cheftrainer Bernd Schubert sowie Rüdiger Nickel, zuständig für Leistungssport im Deutschen Verband. Das Trio versuchte, das Wettkampfgericht umzustimmen. Vergeblich. Der einzige Deutsche über 100 m wird Alexander Kosenkow sein. Ostwald darf immerhin in der Staffel laufen. fmb

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