Sport : Papierstau bei Papa

Berlin - Der Wechsel von Eric-Maxim Choupo-Moting vom Hamburger SV zum Bundesliga-Konkurrenten 1. FC Köln ist endgültig an einem kaputten Faxgerät gescheitert. Die Deutsche Fußball- Liga (DFL) wies am Donnerstagabend den Antrag der Kölner auf eine Ausnahmegenehmigung wegen Problemen bei der Fax-Übertragung zurück. „Die im Ligastatut festgelegten Fristen sind für alle Klubs verbindlich und dienen der ordnungsgemäßen Durchführung des Spielbetriebs und dem Schutz der Integrität des Wettbewerbs“, teilte die DFL in schönstem Amtsdeutsch mit. Dies gelte „insbesondere auch für die Frist, bis zu deren Ende Spielertransfers vorgenommen werden können“.

Die Kölner haben die Hoffnung erstaunlicherweise noch nicht ganz aufgegeben. „Wir nehmen das Urteil zur Kenntnis und werden es von unseren Juristen prüfen lassen“, erklärte Geschäftsführer Claus Horstmann. Wie berichtet war wegen Problemen bei der Fax-Übermittlung der Unterlagen die geplante Verpflichtung zum Ende der Transferperiode am Montag nicht pünktlich zustande gekommen. „Das Fax-Gerät hat ab der dritten Seite nur noch schwarze Querstriche gezeigt“, hatte Kölns neuer Sportdirektor Volker Finke zuletzt erläutert.

Eric-Maxim Choupo-Moting und die beteiligten Vereine aus Hamburg und Köln hatten sich am Montag auf ein Ausleihgeschäft geeinigt. Doch das Fax vom Vater und Berater des 21-Jährigen mit dem unterschriebenen Vertrag kam nicht rechtzeitig in der Geschäftsstelle der Kölner an. Schuld könnte ein Papierstau im Faxgerät gewesen sein. Erst um kurz nach 18 Uhr konnten die Kölner das Dokument an die DFL weiterleiten – Minuten, nachdem die Frist für einen Wechsel im Winter verstrichen war.

Stürmer Choupo-Moting wird nun mindestens bis zum Sommer bei seinem bisherigen Arbeitgeber mittrainieren. Seine Chancen auf einen Platz im Kader dürften allerdings gering sein. Ruud van Nistelrooy, Paolo Guerrero, Mladen Petric und Heung-Min Son stehen in der Hierarchie zurzeit vor ihm. Tsp/dpa

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