Sport : Papst vor der EM: "Der deutsche Fußball ist der beste der Welt"

Neuanfang am "Ballermann": Unweit der berühmtesten Partymeile der Sonneninsel Mallorca startet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in die sogenannte heiße Phase der EM-Vorbereitung. "Ich hoffe, dass wir genug ballern, aber auf Tore. Es wird für uns keine Gelegenheit geben, zum Ballermann zu kommen. Für uns ist es wichtig, in Ruhe zu arbeiten, um zu einer Einheit zu wachsen", sagt DFB-Kapitän Oliver Bierhoff vor dem Abflug nach Palma und hofft für das Unternehmen Titelverteidigung auf den "Geist von Mallorca".

Auf der beliebtesten Urlaubsinsel der Deutschen sollen die teils blamablen Leistungen der DFB-Auswahl in den letzten Monaten kein Thema mehr sein. Bierhoff: "Wir müssen die schlechten Spiele der letzten Monate beiseite schieben und nach vorne schauen". Auch Teamchef Erich Ribbeck will sich 14 Tage vor Beginn der Euro 2000 in Belgien und den Niederlanden (10. Juni bis 2. Juli) nicht länger mit der weniger schönen Vergangenheit aufhalten.

"Wir haben die Möglichkeit, unter idealen Bedingungen zu trainieren und sind endlich einmal länger zusammen. Ich möchte möglichst schnell zu einem System kommen. Ich denke, dass wir einen großen Schritt nach vorne kommen werden. Wir werden alles tun, um die ganzen Schwarzseher zu überzeugen, dass Moral und Leistung stimmen", sagte der 62-Jährige. Dies erwartet auch DFB-Präsident Egidius Braun: "Ich wünsche mir, dass uns die Mannschaft bei der Europameisterschaft begeistert", meinte Braun, nachdem er die DFB-Auswahl zuletzt hart kritisiert hatte.

Wenigstens hatte das katholische Kirchen-Oberhaupt Johannes Paul II. aufmunternde Worte für den 75-jährigen DFB-Präsidenten parat. Braun: "Ich war auf einer Privataudienz beim Papst in Rom. Da hat er mir in deutscher Sprache erklärt: Der deutsche Fußball ist der Beste auf der Welt." Offenbar waren im Vatikan die letzten Spiele des Europameisters nicht übertragen worden, weshalb Braun erwiderte: "Heiliger Vater, dann beten sie für uns."

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