Sport : Paralympics: Aktuelle Meldungen

Volleyball-Aus: Die Hiobsbotschaft von der Streichung des Stand- Volleyballs aus dem Wettkampfprogramm für 2004 in Athen hat bei den Paralympics in Sydney einen Eklat ausgelöst und einen internationalen Proteststurm hervorgerufen. Wie bekannt wurde, hatte die Exekutive des Internationalen Paralympics Komitee (IPC) diese Entscheidung bereits auf seiner Sitzung am 16. Oktober mit der Begründung gefällt, dass die Sportart nicht wie gefordert in mindestens 18 Ländern aus drei Kontinenten betrieben wird. "Das ist eine ganz klare Sache, die Sportart erfüllt die Kriterien nicht", erklärte IPC-Sprecherin Susanne Reiff.

Medaillen: Das Degen-Team der Männer mit Jürgen Mayer, Udo Schwarz (beide Wildbad) sowie Wilfried Lipinski, und Uwe Bartmann (beide Tauberbischofsheim) verlor das Finale gegen Frankreich mit 41:45. Ebenfalls Silber holten die Degen-Frauen mit Carmen Hillinger (Göttingen), Waltraud Stollwerk, Esther Weber-Kranz und Silke Schwarz (alle Tauberbischofsheim) nach der 27:45-Niederlage gegen Polen. Zudem gab es fünf dritte Ränge. Im von Australien (29/20/23) angeführten Medaillenspiegel belegen die Deutschen mit vier Gold-, 19 Silber- und 24 Bronze-Medaillen den 19. Platz.

Doping: Das Thema Doping blieb am sechsten Wettkampftag allgegenwärtig: Nachdem sechs Gewichtheber positiv getestet worden waren, wurde erstmals ein Projekt gegen den Missbrauch verbotener Substanzen im Behindertensport gestartet. Das unter dem Namen "Doping behindert" laufende Programm soll speziell über die Gesundheitsrisiken und die Spezial-Methoden der verbotenen Leistungssteigerung bei den Behinderten ("Boosting" - Adrenalinschub durch Einhämmern eines Nagels in ein gelähmtes Körperteil) informieren.

Segeln: Die deutschen Segler gehören zu den Leistungsträgern, obwohl sie sich nur gerade so eben den Start in Australien leisten können. Nach sechs von neun Wettfahrten führt Heiko Kröger im Einmann-Kielboot, die Berliner Jens Kroker, Peter Münter und Hans-Peter Reichl liegen im Drei-Mann-Crewboot nur einen Punkt hinter den führenden Australiern. "Wir sind nur mit Hängen und Würgen hierher gekommen", sagte Kröger. 4500 Mark hat allein der Transport der Boote gekostet. Für die Olympiasportler war er vom Organisationskomitee übernommen worden.

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