Sport : Paris: Nadal folgt Ivanovic

Petra Philippsen

Paris - Die Schlagzeilen wiederholen sich. Mit einer beeindruckenden Vorstellung hat Rafael Nadal zum vierten Mal in Folge die French Open gewonnen. Doch wie das geschah war erstaunlich: Er deklassierte den Weltranglistenersten Roger Federer in weniger als zwei Stunden mit 6:1, 6:3, 6:0. Nur vier Spiele gab Nadal ab und schwärmte hinterher von einem „perfekten Match“. Die Vorherrschaft auf Sand bestätigte der 21-Jährige Mallorquiner damit einmal mehr. „Das ist mein Turnier“, sagte er nach dem Erfolg.

Bei den Frauen wurde am Samstag Ana Ivanovic zu ihrem ersten Grand-Slam-Titel gekrönt. „Ich bin sprachlos, das ist so ein besonderer Moment für mich“, hauchte die 20-Jährige nach ihrem 6:4, 6:3-Sieg über die Russin Dinara Safina und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Als erste Serbin war ihr der Erfolg bei einem der vier größten Tennisturniere gelungen, als Zugabe wird Ivanovic am Montag erstmals die neue Nummer eins der Welt sein. Die Trophäe erhielt sie aus den Händen von Titelverteidigerin Justine Henin, die ihre Karriere beendet hat. „Sie hat zu mir gesagt, dass ich es verdient hätte. Das bedeutet mir viel“, sagte Ivanovic.

Die Belgierin hatte das Finale verhalten von der Tribüne aus verfolgt und schien sich zu dem Turnier, das sie in den letzten drei Jahren triumphiert hatte, nicht wohl zu fühlen. Henin sah, wie Ivanovic, die sie letztes Jahr noch klar geschlagen hatte, Safina mit kraftvollen Grundschlägen unter Druck setzte. „Ich wusste, dass ich heute alles geben musste. Ich hoffe, dass ich noch viele Trophäen gewinnen kann“, sagte Ivanovic. Petra Philippsen

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