• „Partizan gehört die Zukunft“ Jürgen Röber über seinen Trainerjob in Belgrad

Sport : „Partizan gehört die Zukunft“ Jürgen Röber über seinen Trainerjob in Belgrad

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Herr Röber, warum hat es Sie zu Partizan Belgrad verschlagen?

Der Klub hat ein tolles Umfeld und wollte mich haben. Das Team kann Meister werden und Champions League spielen.

Gerade aber ist Partizan im UefaCup gescheitert.

Das passierte wohl mehr aus der Enttäuschung über die verpasste Champions-League-Qualifikation kurz zuvor. Die Klasse ist da. Von den Trainingsbedingungen kann man Partizan mit Bayern München vergleichen. Die Jugendarbeit ist gerade als zweitbeste Europas ausgezeichnet worden. Partizan gehört die Zukunft.

Daran wird man Sie künftig messen.

Gerne. Die Champions League reizt mich. Die habe ich schon einmal mit Hertha BSC erlebt. Ich habe nicht lange überlegen müssen. Angebote aus der Türkei und Griechenland habe ich abgelehnt.

Vor nicht langer Zeit war Lothar Matthäus Trainer bei Partizan. Haben Sie schon mit ihm gesprochen?

Nein, aber ich habe auch so einen guten Einblick. Nach den Länderspielen wartet auf uns das Derby gegen Roter Stern Belgrad. Besser geht es hier nicht.

Sie waren eineinhalb Jahre ohne Beschäftigung als Trainer. Ist das ein Nachteil?

Nein. Ich habe mich gefragt: Brauchst du das noch? Auf Randerscheinungen des Berufs wie die Medienarbeit kann ich verzichten. Nicht aber auf die tägliche Arbeit mit jungen Menschen.

Die Fragen stellte Michael Rosentritt.

Jürgen Röber, 51, ist ab sofort Trainer bei Partizan Belgrad. 2004 war er vom Bundesligisten VfL Wolfsburg entlassen worden. Davor trainierte Röber sieben Jahre lang Hertha BSC.

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