Sport : Party ohne Happyend

Dortmund schlägt Moskau in der Champions League 3:0, doch die Chancen auf ein Weiterkommen sinken

Felix Meininghaus

Dortmund. Wenn bei Borussia Dortmund im Westfalenstadion rund 4000 Plätze leer bleiben, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Einige Fans straften ihren Klub beim Champions-League-Spiel der Zwischenrunde gegen Lokomotive Moskau durch Abwesenheit, weil sie sauer waren, ob der schwachen Leistung zuletzt in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach. Die anwesenden Anhänger forderten ihr Team bereits vor Spielbeginn auf, endlich mal wieder zu kämpfen. Als jedoch nach 90 Minuten ein 3:0 (1:0)-Erfolg über Moskau durch Treffer von Torsten Frings (39.), Jan Koller (58.) und Marcio Amoroso (65) feststand, feierten Anhänger und Mannschaft eine große Versöhnungsparty.

Dabei ist die Hoffnung auf ein Weiterkommen in der Champions League bei Borussia Dortmund nur noch gering. Da Real Madrid den AC Mailand 3:1 bezwang, müssen die Dortmunder am letzten Spieltag in Mailand unbedingt gewinnen, um noch eine Chance auf das Viertelfinale zu wahren. Nur wenn dann auch noch Madrid bei Lokomotive Moskau nicht gewinnt, kann sich Dortmund den zweiten Platz der Gruppe C noch sichern..

Allerdings hinterließen die Moskauer in Dortmund keinen engagierten Eindruck. In der ersten Halbzeit schossen die Russen kein einziges Mal aufs Tor. Anders die Dortmunder, die mit drei Angreifern begannen, und sich mit fortlaufender Zeit immer näher an das Tor der Gäste herantasteten. Trainer Matthias Sammer hatte Marcio Amoroso erstmals seit langem wieder in die Anfangsformation beordert. Der umstrittene Brasilianer dankte ihm die Nominierung durch ein für ihn ungewöhnlich mannschaftsdienliches Spiel und den Treffer zum 3:0 in der zweiten Halbzeit, als er aus 20 Metern den Ball ins Tor schoss. Zuvor hatte Koller nach einem Zuspiel von Ewerthon den zweiten Treffer für den überlegenen Deutschen Meister erzielt.

Nur in der ersten Halbzeit hatten die Dortmunder Fans ein bisschen bangen müssen. „Ich hatte schon Bammel, dass wir das erste Tor nicht schaffen“, sagte Gerd Niebaum. Frings jedoch erlöste seinen Präsidenten mit seinem Fernschuss zum 1:0 vor der Pause.

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