Sport : Patzer beim Penalty

Eisbären verlieren bei den Kölner Haien mit 4:5

Erhard Füsser

Köln. Die Kölnarena war gestern Abend bestens besucht, 15 695 Zuschauer wollten die Partie der Kölner Haie gegen die Eisbären sehen. Der Großteil der Fans schunkelte sich – wie das im Rheinland nun mal zu dieser Jahreszeit üblich ist – mit Karnevalsliedern auf das Spitzenspiel der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ein. Zweieinhalb Stunden nach dem ersten Bully war die Stimmung in der riesigen Halle noch besser, nur eine kleine Minderheit von Fans war frustriert. Und die kam aus der Karnevalsprovinz Berlin, denn die Eisbären hatten mit 4:5 (1:1, 2:1, 1:2/0:1) nach Penaltyschießen verloren.

Den Eisbären half in Köln nicht, dass sie in der Abwehr besser besetzt waren als zuletzt. Kapitän John Gruden feierte nach seiner Schulterverletzung ein gelungenes Comeback. Gruden konnte in der Abwehr einen neuen Kollegen begrüßen, Joel Dezainde kam in Köln erstmals für die Berliner zum Einsatz. Der Verteidiger, der vom HC Bozen kam, gab eine gute Figur ab.

Schon in der sechsten Minute nutzten die Eisbären ihr erstes Überzahlspiel zur Führung: John Emmons fälschte einen Schlagschuss von Ricard Persson ins Kölner Tor ab. Doch als Eisbären-Stürmer Kelly Fairchild für zwei Minuten unfreiwillig zuschauen musste, kamen die Haie zum Ausgleich durch Hock, der Eisbären-Torhüter Richard Shulmistra schlecht aussehen ließ.

Köln wirkte agiler, woran sich auch im zweiten Drittel nichts änderte. 28 Minuten waren gespielt, da traf McLlwain zum 2:1 für die Haie. Dann wurde es hektisch, Mark Beaufait schoss bei Berliner 5:3-Überzahl das 2:2, Boris Blank traf kurze Zeit danach zum 3:2 für die Eisbären. Der knappe Vorsprung hielt bis zur 50. Minute, dann erzielte Brad Schlegel nach einem erneuten Patzer von Shulmistra das 3:3. Die Stimmung in der Arena wurde wieder besser, nach nur 90 Sekunden aber wieder schlechter: David Roberts hatte das 4:3 für die Eisbären erzielt.

Das reichte den Berlinern nicht zum Sieg, denn Andreas Morczinietz gelang das 4:4. Und dann sorgte der Nationalspieler im folgenden Penaltyschießen mit dem entscheidenen Treffer für die Haie dafür, dass in der Arena kräftig gefeiert wurde, und John Gruden mit seiner Prognose daneben lag. „Sechs Punkte holen wir an diesem Wochenende“, hatte der Eisbären-Kapitän gesagt. Nun können es nur noch vier Punkte für die Berliner werden, und das auch nur, wenn sie am Sonntag die Kassel Huskies schlagen.

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