• Paul Thomik macht’s wie Philipp Lahm Der Mittelfeldspieler glänzt bei Unions Sieg

Sport : Paul Thomik macht’s wie Philipp Lahm Der Mittelfeldspieler glänzt bei Unions Sieg

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Komm in unsere Mitte. Unions John Jairo Mosquera (l.) und Halil Savran(r.) gratulieren Paul Thomik zu seinem Tor. Foto: dpa
Komm in unsere Mitte. Unions John Jairo Mosquera (l.) und Halil Savran(r.) gratulieren Paul Thomik zu seinem Tor. Foto: dpaFoto: dpa

Berlin - Die Ähnlichkeit ist nicht zu übersehen. Mit seiner schmächtigen Statur und den jungenhaften Gesichtszügen sieht Paul Thomik ein bisschen aus wie Philipp Lahm. Und wahrscheinlich musste der Mittelfeldspieler des 1. FC Union auch an den deutschen Nationalspieler vom FC Bayern denken, als er nach dem Spiel gegen Alemannia Aachen über sein Tor zum 1:0 sprach. „So etwas hat man ja schon oft im Fernsehen gesehen“, sagte Thomik. „Schön, dass mir auch mal so ein Treffer gelungen ist.“ Mit Anlauf war Thomik von der rechten Seite in die Mitte gezogen und hatte den Ball aus 16 Metern ins Tor geschossen. Die Aktion erinnerte in den Grundzügen an Lahms Führungstreffer im Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft 2006 gegen Costa Rica.

Paul Thomik war das egal, er freute sich viel mehr über den geglückten Rückrundenstart seiner Mannschaft. „Das war ein ganz wichtiger Sieg. Gerade das erste Spiel nach einer Pause ist immer etwas Besonderes. Wir hatten uns viel vorgenommen, umso schöner, dass wir das auf dem Feld umsetzen konnten.“ Der 25-Jährige hatte auch allen Grund zum Jubeln. Mit seinem Tor und seiner Kreativität trug Thomik einen großen Teil zum 2:1-Sieg des 1. FC Union gegen Alemannia Aachen bei. Nach dem Führungstreffer leitete Thomik immer wieder gefährliche Angriffe über seine rechte Seite ein. So auch vor dem 2:0 durch John Jairo Mosquera, als Thomik den Kolumbianer mit einem sehenswerten Steilpass bediente. In einer starken Mannschaft des 1. FC Union stach der 1, 75 Meter große Mittelfeldspieler heraus, es war vielleicht Thomiks bestes Spiel im Trikot der Berliner. Der starke Auftritt kam genau zum richtigen Zeitpunkt, der Deutsch-Pole spielt in der Rückrunde um eine neue Anstellung bei den Köpenickern. Im Juni läuft Thomiks Vertrag aus, erste Gespräche hat es bereits gegeben. „Wir haben schon lose miteinander geredet, aber nichts Konkretes“, sagt Thomik. Vor ziemlich genau einem Jahr war der damals vereinslose Spieler ablösefrei nach Berlin gewechselt. Bei Union wollte der ehemalige Juniorennationalspieler einen Neuanfang starten, doch auch in Köpenick blieb Thomik von Verletzungen nicht verschont. In den vergangenen zwölf Monaten konnte Thomik gerade einmal 13 Spiele absolvieren.

Seit einiger Zeit ist der beim FC Bayern ausgebildete Flügelspieler nun verletzungsfrei und gibt Trainer Uwe Neuhaus damit mehr Variationsmöglichkeiten. Thomik ist auf der rechten Seite vielseitig einsetzbar und kann sowohl in der Defensive als auch weiter vorne spielen. Vor der Winterpause kam Thomik des Öfteren hinten in der Viererkette zum Einsatz und überzeugte dort genauso wie gegen Aachen in der Offensive. Vor allem im Zusammenspiel mit seinem Hintermann Christoph Menz konnte Thomik am Freitag glänzen. Das Duo kreierte viele gefährliche Aktionen und setzte die Aachener Verteidigung permanent unter Druck. Ähnlich stark präsentierte sich die linke Seite mit Patrick Kohlmann und Michael Parensen. „Die ganze Mannschaft hat überzeugt“, sagte Kapitän Torsten Mattuschka, der bei seinem Comeback nach überstandener Wadeninfektion etwas mehr eine Stunde durchgehalten hatte.

Auch Paul Thomik war nach dem Spiel mit seinen Kräften am Ende. Umso mehr freute er sich auf ein freies Wochenende und Zeit zum Entspannen. Zumindest bis zum Samstagabend. Da war Paul Thomik mit seinen Mitspielern feiern. John Jairo Mosquera hatte zur Geburtstagsparty geladen. Der Stürmer wurde gestern 23 Jahre alt.

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