Sport : Pechstein darf wieder zu Olympia

Sportgerichtshof Cas kippt Doping-Regel

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Camyuva - Ihre zehnte olympische Medaille soll es bitteschön werden, 2014 in Sotschi. Dieses Ziel ist für Claudia Pechstein nun wieder erreichbar, weil der Internationale Sportgerichtshof Cas am Donnerstag entschieden hat, die sogenannte Osaka-Regel zu kippen. Diese Regel, beschlossen vom Internationalen Olympischen Komitee, besagt, dass Athleten nach einer mehr als sechsmonatigen Dopingsperre automatisch von den folgenden Olympischen Spielen ausgeschlossen werden. Doch diese Regel ist für den Cas „ungültig und nicht durchsetzbar“, sie stehe nicht im Einklang mit dem Welt-Antidopingcode. Zwar verhandelte das Gericht in der Schweiz auf Antrag des Nationalen Olympischen Komitees der USA, dennoch interpretierte die 39 Jahre alte Eisschnellläuferin Pechstein das Urteil auch in ihrem Sinne. „Endlich mal hat die Gerechtigkeit gesiegt“, sagte sie lächelnd an der türkischen Mittelmeerküste, wo sie gerade bei der Eventwoche „Champion des Jahres“ zu Gast ist. „Ich freue mich wahnsinnig darüber.“

Ganz anders als Pechstein reagierte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds. „Wir bedauern das Urteil des Cas, respektieren es aber“, sagte Thomas Bach. „Die Osaka-Regel war dazu gedacht, die Rolle der Olympiamannschaften zu stärken und ihre Vorbildwirkung zu erhöhen.“ Pechstein will jetzt in die Sportfödergruppe der Bundespolizei zurück, in die sie – auch nach dem Ablauf ihrer Sperre im Februar dieses Jahres – nicht wieder aufgenommen worden war. Das Innenministerium hatte dies mit der Begründung abgelehnt, dass sie nicht mehr an Olympia teilnehmen könne. „Ich werde jetzt angreifen. Es gibt keinen Grund mehr, mich nicht zu fördern“, sagte Pechstein. Und wahrscheinlich hat sie auch eine andere Sorge weniger. Ihren Plan, sich als Bahnradfahrerin für die Sommerspiele 2012 zu qualifizieren, um dort die Sperre abzusitzen und 2014 startberechtigt zu sein, kann Pechstein durch das Urteil zurückstellen. Katrin Schulze

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