Pep Guardiola beim FC Bayern : Die Bundesliga braucht ihn

Auch wenn er sich vielleicht schon anders entschieden hat: Pep Guardiolas Bleiben in der Bundesliga wäre nicht nur für die Bayern gut. Ein Kommentar.

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Grübelt er noch? Oder hat sich Pep Guardiola bereits entschieden?
Grübelt er noch? Oder hat sich Pep Guardiola bereits entschieden?Foto: AFP/Stache

Dirk Schuster wünscht sich, dass Pep Guardiola beim FC Bayern bleibt. Für die Bundesliga. Schließlich sei der Kollege ein „Welttrainer“. So wie es Schuster, der Trainer des SV Darmstadt, macht, lässt sich die Personalie betrachten. Guardiola tut der Bundesliga gut. Sein Name ist im Ausland die ideale Referenz und bestmögliche Werbung für ein Produkt, dem es im internationalen Vergleich noch immer an Prominenz mangelt. Beim Streben nach höheren Fernseheinnahmen und der Erschließung neuer Märkte in Asien ist der Katalane ein unvergleichliches Pfund.

Die deutsche Fußballkultur hat Guardiola nicht verändern können, aber das zu erwarten, wäre auch töricht. Sehr viele Trainer orientieren sich sehr wenig an seinem Positionsspiel, die Bundesliga ist nach wie vor eine Konterliga, in der das typische Tor aus einem Ballverlust des Gegners und schnellem Umschaltspiel resultiert. Ballbesitz bleibt in erster Linie nur für FC Bayern München ein erstrebenswertes Ideal.

Mit ihrem Spielstil werden die Münchner im Sommer zum vierten Mal die Folge Deutscher Meister werden – auch das ist ein Rekord. Wird das dann gleichzeitig Guardiolas Abschiedsgeschenk? Gut möglich. Sollte er entgegen erster Anzeichen seinen Vertrag in München doch verlängern, wäre das nicht nur für den FC Bayern ein Gewinn. Schon deshalb, weil der Bundesliga eine leidige Frage erspart bliebe: Wer ersetzt Guardiola als Werbefigur über die Landesgrenze hinaus?

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