• Pep Guardiola vor Wechsel zu Manchester City: Schluss mit der Bundesliga-Langeweile!

Pep Guardiola vor Wechsel zu Manchester City : Schluss mit der Bundesliga-Langeweile!

Nicht das Geld lockt Pep Guardiola zu Manchester City in die Premier League - sondern die fehlende Konkurrenz in der Bundesliga. Ein Kommentar.

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Er nimmt den Hut. Pep Guardiola verlässt den FC Bayern München. Sein wahrscheinlichstes Ziel ist Manchester City. Foto: AFP
Er nimmt den Hut. Pep Guardiola verlässt den FC Bayern München. Sein wahrscheinlichstes Ziel ist Manchester City.Foto: AFP

Als Pep Guardiola im Sommer 2013 nach Deutschland kam, war das eine schöne Sache für Bayern München und ein Triumph für alle Romantiker. Der begehrteste Trainer der Welt zog die einmalige Atmosphäre in den großartigen deutschen Stadien dem seelenlosen Manchester-Kapitalismus vor.

Zweieinhalb Jahre später hat es sich ausromantisiert. Guardiola wechselt mit einiger Sicherheit zu Manchester City. Natürlich spielt sein dort angestellter Freund Txiki Begiristain bei diesem Transfer eine Rolle – aber eben auch das Geld.

Es geht dabei weniger um Guardiolas Einkommen und Einkaufsbudget. Der Mann hätte sich auch in München dumm und dämlich verdienen und jeden Spieler der Welt haben können, mal abgesehen von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo, aber die bekommt er auch in Manchester nicht.

Der Mensch Guardiola fühlt sich in München wohl, aber der Trainer langweilt sich im Alltag jenseits der Champions League. Vor ein paar Wochen hat er mit den Bayern zum ersten und bisher einzigen Mal in seinen drei Bundesligajahren ein Hinrundenspiel verloren. Bayerns Dominanz ist erdrückend, und diesen Makel macht auch die einmalige Atmosphäre in den großartigen Stadien nicht wett.

In der Premier League garantiert das flächendeckend vom Fernsehen und Investoren ausgeschüttete Kapital einen Wettbewerb auf höchstem Niveau, wie ihn die Bundesliga auf absehbare Zeit nicht bieten kann. Wo sind die deutschen Äquivalente zum FC Arsenal, zu den beiden Klubs aus Manchester, zum Sensations-Tabellenführer Leicester City? Auf Dauer ist die Bundesliga auch für einen Romantiker wie Pep Guardiola zu langweilig.

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