Sport : Perfekt am Start

Karin Sturm über den ersten Sieg des Formel-1-Newcomers Lewis Hamilton

Karin Sturm

Die Superlative vom „Tiger Woods der Formel 1“, vom neuen schwarzen Hero, von Englands Wunderkind – sie sind schon fast aufgebraucht, da erreicht der Hype um Lewis Hamilton nach dessen erstem Grand-Prix-Sieg in Kanada noch einmal neue Dimensionen. Kein Zweifel, der junge Mann, dessen Großvater einst aus Grenada nach England kam, hat sich die Lobeshymnen absolut verdient. Was man dabei aber nicht vergessen darf: So gut vorbereitet, so perfekt geschult wie er, kam noch nie ein Neuling in die Formel 1.

Seit Hamilton vor acht Jahren, als junger Kart-Fahrer, ins Nachwuchsförderprogramm von McLaren-Mercedes aufgenommen wurde, begann die systematische Vorbereitung auf seine Rolle zum Superstar der Formel 1. Schon in den Nachwuchsklassen immer in Top-Teams unterwegs, lernte er, mit Druck und Favoritenrolle umzugehen. In den beiden vergangenen Jahren konnte er sich im McLaren-Werk im technisch ausgereiftesten Formel-1-Simulator der Welt schon einmal an Auto, Strecken und auch an die Feinheiten von Technik und Abstimmungsarbeit gewöhnen. In Sachen Öffentlichkeitsarbeit und Selbstdarstellung standen ihm sehr gute Berater zur Seite – auch wenn er durch seine gewinnende Persönlichkeit da sicher nicht so viel Nachhilfe brauchte.

Lewis Hamilton ist ein außergewöhnliches Talent, ein besonderer Mensch. Dadurch, dass sein Aufstieg so wunderbar geklappt hat, ist er garantiert ein Modell für die Zukunft der Formel 1. Als perfekt vorbereiteter Fahrer.

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