Sport : Peru – Mainz 3:2

Pizarro und Guerrero halten Bayern im DFB-Pokal

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München - Drei Titel strebt der FC Bayern München im Jahr der Fußball-WM an. Einen hätte er gleich zu Jahresbeginn fast aus der Hand gegeben. „Das Glück bleibt uns treu“, gestand Nationalspieler Michael Ballack nach dem 120-minütigen Kraftakt im DFB-Pokal gegen Mainz 05. Der Rekordmeister und Rekord-Pokalsieger stand am Dienstagabend beim 3:2 (1:1, 0:1)-Erfolg im Viertelfinale am Rande einer Niederlage. Aber die größere individuelle Klasse insbesondere des zweifachen Torschützen Claudio Pizarro bewahrte die Bayern vor einem blamablen Ausscheiden.

Zum 19. Mal zogen die Bayern ins Halbfinale ein, das am Samstagabend ausgelost wird. Der moralische Sieger war aber der Verlierer. „Die Mainzer haben eine geile Mannschaft“, lobte Bayern-Kapitän Oliver Kahn, „aber wir haben eiskalt zurückgeschlagen.“ Der Sturm mit den beiden Peruanern Pizarro (81./115.) und Paolo Guerrero (94.), der einmal mehr den erfolglosen Torjäger Roy Makaay in den Schatten stellte, verhinderte eine Sensation. Vor 53 000 Zuschauern in der Allianz-Arena hatten die Mainzer mit Treffern von Mohamed Zidan zum 0:1 (21./Foulelfmeter) und Petr Ruman zum 2:2 (106.) überrascht.

Die Bayern gewannen insbesondere der Verlängerung im Hinblick auf den Bundesliga-Rückrundenauftakt am Freitag in Mönchengladbach Positives ab. „Ich bin froh, dass wir 120 Minuten spielen mussten, denn die Mannschaft hatte keinen Rhythmus. Sie musste richtig arbeiten“, sagte Uli Hoeneß. Doch der Manager übte auch Kritik: „In den ersten 45 Minuten waren wir gar nicht auf dem Platz.“ Erst eine taktische Umstellung auf lange und hohe Bälle, die auf dem schwer bespielbaren Rasen das bessere Mittel waren, sowie personelle Umstellungen brachten die Wende. Die Hereinnahme von Martin Demichelis, Bastian Schweinsteiger und Guerrero erwies sich als richtige Maßnahme. Guerrero traf nach einer, so Trainer Felix Magath, „weltmeisterschaftsreifen Vorarbeit“ von Schweinsteiger. Demichelis sorgte im defensiven Mittelfeld für mehr Ordnung und bereitete zudem das 1:1 von Pizarro vor. „Die Einwechselspieler haben Schwung reingebracht“, lobte Magath.

Insbesondere Guerrero erhöhte nochmals den Druck auf Makaay, auch wenn der 22-Jährige öffentliche Forderungen nach einem Stammplatz beharrlich vermied. „Paolo hat gezeigt, dass er der Mannschaft sehr viel geben kann“, hob Hoeneß hervor. „Er war sehr durchsetzungsfähig“, sagte auch Magath, aber an der Hierarchie unter den drei Stürmern ändert sich vorerst nichts. Makaay bleibe gesetzt, bestätigte Magath. „Roy fehlt das Tor. Aber er hat gut gearbeitet“, sagte Hoeneß. dpa

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