Peter Pacult : Über diesen Trainer spricht ganz Wien

Wer sich schon gefragt hat, was Peter Pacult eigentlich so mache - der ehemalige Dresdner und Leipziger Trainer steht wieder am Spielfeldrand und soll nun den österreichischen Zweitligisten FAC vor dem Abstieg retten.

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Wieder im Spiel: Peter Pacult.
Wieder im Spiel: Peter Pacult.Foto: dpa

600 Tage war es ruhig um Peter Pacult. Jetzt ist er wieder da, wo er vor fast 50 Jahren angefangen hat Fußball zu spielen. In Wien, beim Floridsdorfer AC, den er vor dem Abstieg aus der zweiten österreichischen Liga retten soll. Bei der offiziellen Vorstellung waren deutlich mehr Medienvertreter als sonst gekommen. Der Name Pacult zieht halt. Nicht nur in der österreichischen zweiten Liga, sondern auch in Deutschland.

Denn 600 Tage sind eine lange Zeit bei einem Fußballtrainer – auf der Trainerbank, vor allem aber abseits davon. Und weil Pacult einen Großteil seiner Laufbahn in Deutschland verbracht hat, hat man sich auch hier an so manchem Stammtisch nach mehreren Bieren ab und an mal gefragt, was denn der frühere Trainer von Dynamo Dresden und RB Leipzig so mache.

Manch einer wurde wegen der langen Abstinenz des einstigen Zöglings von Werner Lorant so misstrauisch, dass er Pacult bald in allerhöchsten Ämtern wähnte. Als deutschen Bundestrainer. Zusammen mit Bernd Schuster. Mindestens! Wie viele Biere dafür nötig waren, ist nicht bekannt. Und zum Glück hat Pacult nichts von dieser Expertenmeinung gehört:

Nach seiner „Rückkehr zu den Wurzeln“ muss er den Blick gleich nach unten richten. Am Freitagabend setzte es zur Premiere eine 1:3-Niederlage beim direkten Konkurrenten SV Horn, wodurch der FAC auf den vorletzten Tabellenrang zurückfiel.

„Eine Bauchentscheidung“, hat Pacult seine Zusage in der Heimat bei seinem Dienstantritt genannt. Und der Bauch von Peter Pacult sieht so aus, als habe er eine ganze Menge an Erfahrung. Mehr als so mancher deutsche Stammtisch auf jeden Fall.

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