Sport : Peters soll für das Kompetenzteam querdenken

Christian Tretbar

Frankfurt am Main - Als Querdenker soll Bernhard Peters tätig werden. So stellt es sich Oliver Bierhoff vor, der Teammanager der Nationalmannschaft. Das neu geschaffene Kompetenzteam des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat in seiner ersten Sitzung einstimmig beschlossen, dass der ehemalige Hockey-Bundestrainer als externer Berater dem DFB zur Seite stehen soll. „Er soll den Finger heben und auf andere Sichtweisen aufmerksam machen, wenn wir manches zu sehr durch die Fußballbrille sehen“, sagte Bierhoff. Aus der Diskussion heraus könnten sich für Peters Projekte ergeben. Auch andere Experten könnten als Berater Hilfestellungen geben.

Neben der Personalie Peters wurde auch die Arbeit anderer Gremiumsmitglieder vorgestellt. Bundestrainer Joachim Löw sagte, dass der Trainerstab in den kommenden zwei Jahren Perspektivspieler intensiver beobachten werde. „Wir haben einen Stamm von Spielern, den wir gut kennen, und jetzt wollen wir Spieler, die kurz vor dem Sprung in die Mannschaft stehen, wie Kießling und Trochowski, genauer beobachten“, sagte Bierhoff. Für den Nachwuchsbereich ist Matthias Sammer als Sportdirektor zuständig. Er trug Auszüge seines langfristigen Konzepts vor. Demnach sollen Spieler individueller gefördert werden. Außerdem soll eine umfassende Datenbank erarbeitet werden. Das Verhältnis zwischen Bierhoff und Sammer gilt als angespannt, weil der Manager wie Löw lieber Peters als Sportdirektor gesehen hätte. Insgesamt sei die Atmosphäre in der ersten Sitzung aber entspannt gewesen.

Dem Kompetenzteam gehören neben Bierhoff, Löw und Sammer auch Löws Assistent Hans-Dieter Flick, Trainer-Chefausbilder Erich Rutemöller, U-21-Trainer Dieter Eilts, DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt und Wolfgang Niersbach, der Direktor Team-Management, an. Das Kompetenzteam will sich einmal im Monat treffen.

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