Sport : Piplica entlastet

Ermittlungen gegen Cottbuser Torwart eingestellt

Karsten Doneck

Cottbus - Tomislav Piplica hatte sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Ich wette grundsätzlich nicht, spiele nicht mal Lotto“, hatte der Torwart des Fußball-Zweitligisten Energie Cottbus stets beteuert. Trotzdem sollte er in den Wettskandal um den früheren Schiedsrichter Robert Hoyzer verstrickt sein. Piplica geriet in Verdacht, gegen Geld Spiele verschoben zu haben. Jetzt, Monate später, kann der Bosnier wieder beruhigt die Bälle fangen und fausten. Alle Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen ihn und seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Laurentiu-Aurelian Reghecampf wurden eingestellt. Bereits am 25. Juni erhielten beide einen entsprechenden Bescheid.

Der 36-Jährige hatte zugegeben, ab und zu einmal im Café King gewesen zu sein, dem Ausgangspunkt des Skandals – allerdings aus rein privaten Gründen. „Er kannte dort einen Mann aus seinem Heimatort Bugojno“, sagt Ronny Gersch, Energies Pressesprecher. Einmal in Verdacht geraten, setzte sich das übliche Verfahren in Gang. Es gab eine Hausdurchsuchung im Hause Piplica – „aber nichts wurde mitgenommen“, erklärte der Torwart danach. Energie Cottbus hat sich durch die Vorwürfe nie aufschrecken lassen. „Für den Verein war die Sache früh erledigt, es gab ja keine Anhaltspunkte. Piplica hat schließlich eineinhalb Jahre kaum gespielt“, sagt Gersch.

Dass der damalige Cottbuser Torwart Georg Koch vor dem Spiel gegen Regensburg einen Anruf des nach wie vor unter Verdacht stehenden Steffen Karl (damals Chemnitzer FC) bekommen hat, bekümmert die Energie-Verantwortlichen nur wenig. Energie wischte alle Verdächtigungen um Manipulationen mit dem Ergebnis von 3:0 beiseite.

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