Sport : Piplica trifft wieder per Kopf

Energie Cottbus unterliegt 1:2 beim FC Bayern

Daniel Pontzen

München - Daniel van Buyten wischte sich die mit Morast beschmierten Hände an seiner Arbeitskleidung ab, er blickte drein wie jemand, der sich nach einem Zwölf-Stunden-Tag auf dem Acker auf den Feierabend freut. Es war das passende Abschlussbild eines Spiels, das man bei Bayern München als Prototyp eines Arbeitssieges archivieren wird. Maßgeblich beteiligt an jenem 2:1 gegen Energie Cottbus: Der belgische Abwehrchef, der mit seinem ersten Treffer im Trikot der Münchner das Siegtor erzielte. „Ich bin froh, dass es endlich geklappt hat“, sagte van Buyten nach der spielerisch erneut sehr mäßigen Darbietung seiner Mannschaft, die in der Tabelle allerdings nach wie vor nur drei Punkte hinter Spitzenreiter Werder Bremen liegt.

Vor allem in der ersten Halbzeit offenbarten die Münchner wie zuletzt enorme Schwierigkeiten, gegen eine defensiv eingestellte Mannschaft das Spiel zu gestalten. Hinzu gesellte sich eine Reihe von Unkonzentriertheiten in der Defensive, die den sehr diszipliniert und immer wieder mutig nach vorne spielenden Gästen eine Reihe von Torchancen eröffneten – die beste vergab Steffen Baumgart, als er schon nach fünf Minuten einen Ball aus rund 20 Metern an die Latte setzte.

Die Bayern dagegen boten in der ersten halben Stunde ein noch schauerlicheres Angriffsspiel als zuletzt gegen Hannover oder Mönchengladbach. Ein Distanzschuss von Bastian Schweinsteiger in der 32. Minute war ihre bis dahin gefährlichste Szene. Kurz vor der Pause zog Schweinsteiger aus mehr als 20 Metern erneut ab – und Energies Torwart Tomislav Piplica lenkte den haltbaren Ball mit dem Kopf ins eigene Tor. Vor fünf Jahren war Piplica eines der kuriosesten Eigentore der Bundesliga unterlaufen, als ihm eine Bogenlampe auf den Kopf und von dort ins eigene Tor gefallen war.

Souveränität brachte das Führungstor kaum ins Münchner Spiel, nach der Pause gelang Baumgart – ebenfalls per Kopf – der verdiente Ausgleich für Energie, doch schon im Gegenzug traf van Buyten. „Wenn wir das 1:1 etwas länger halten, dann kannst du hier auch Unentschieden spielen“, sagte Energie-Kapitän Kevin McKenna. Ähnlich sah es Bayerns Trainer Felix Magath: „Cottbus war wohl die erste Mannschaft, die hier mehr Torschüsse hatte als wir.“

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