Sport : Platz acht im Sinn

America’s Cup: Deutsches Team mit neuem Ziel

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Valencia ­ Die deutsche Mannschaft startet am Montag mit neuer Zielsetzung in die Herausforderer-Runde zum America’s Cup. „Wir wollen um Platz acht kämpfen“, kündigte Skipper Jesper Bank nach einer Mannschaftssitzung am Samstag in Valencia an. Nach der letzten Vorregatta hatte Team Germany unter elf Herausforderern nur Platz zehn belegt. Bank selbst hatte den achten Platz noch vor einer Woche als „für uns unerreichbar“ erklärt.

Knapp 30 000 Menschen erlebten unterdessen am Samstagabend die offizielle Eröffnungsfeier zum 32. America’s Cup im 300 Millionen Euro teuren neuen Hafen. Künstlerischer Leiter des eineinhalbstündigen Feuerwerkspektakels war Christophe Berthonneau, der schon die Eröffnungsfeiern der Olympischen Spiele von Athen und Turin inszeniert hatte.

Im prächtigen Spiel mit Licht und Feuer zogen die zwölf Cup-Teams in die größte Segelarena der Welt ein. Angeführt vom umjubelten Heimteam Desafio Espanol und abgeschlossen von den ganz in weiß gekleideten Titelverteidigern vom Schweizer Team Alinghi sorgte die Parade für den optischen Höhepunkt zum Auftakt der bekanntesten Regatta der Welt. Als einzige zeigten die Spanier ein Banner an Bord ihrer grün-weißen Yacht: „Un Desafio para todos – eine Herausforderung für alle.“ Das gilt vor allem für die deutschen Außenseiter. „Eine Zielvorgabe gibt es für den Louis Vuitton Cup der Herausforderer nicht“, sagte Teamchef Michael Scheeren, „aber klar ist auch, dass jedes gute Ergebnis unseren Plänen für die Folgekampagne hilft.“

Team Germany segelt also um seine Zukunft, wenn es am Montag zunächst auf die favorisierte US-Mannschaft BMW Oracle Racing und am späten Nachmittag mit etwas besseren Chancen auf die südafrikanische Shosholoza mit Boat-Captain Tim Kröger trifft. Der 42 Jahre alte Hamburger Segelprofi sagte: „Ich wünsche dem deutschen Team so viele Siege wie irgend möglich, doch gegen Shosholoza müssen wir es ihnen leider schwer machen.“ Team Germanys Sponsor Ralph Dommermuth bestätigte Planungen für eine deutsche Folgekampagne: „Ich kann den kleinen Virus schon spüren, es ist möglich, dass wir nächstes Mal wieder dabei sind, dann werden wir ein besseres deutsches Team sehen.“ Nach den Vorrunden scheiden sieben Teams aus, die besten vier kommen weiter. Die Chancen, dass das deutsche Boot dabei ist, erscheinen sehr gering. dpa

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