• Play-off-Viertelfinale Eisbären Berlin - Kölner Haie: Nun muss das siebte Spiel entscheiden

Play-off-Viertelfinale Eisbären Berlin - Kölner Haie : Nun muss das siebte Spiel entscheiden

Die Kölner Haie schlagen die Eisbären im sechsten Viertelfinal-Duell mit 5:1 und erzwingen damit ein alles entscheidendes Spiel am Ostermontag in Berlin.

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Nicht zu glauben. Marcel Noebels (Bildmitte) und die Eisbären Berlin müssen noch einmal gegen die Kölner Haie ran.
Nicht zu glauben. Marcel Noebels (Bildmitte) und die Eisbären Berlin müssen noch einmal gegen die Kölner Haie ran.Foto: dpa

Berlins Trainer Uwe Krupp nahm es gelassen. Oder ließ er sich nichts anmerken? Nachdem seine Eisbären am Samstag 1:5 (0:1, 1:1, 0:3) in Köln verloren hatten, nachdem also klar war, dass es in der Serie 3:3 steht und die Berliner am Ostermontag zum siebten Mal im Play-off-Viertelfinale gegen die Haie antreten müssen, sagte Krupp klar, woran es gelegen hatte. „Nach dem Ausgleich war der Schwung bei uns“, meinte er, „wir hatten danach Chancen. Aber Wesslau war stark, und die Kölner haben immer wieder einen Weg gefunden, dass die Scheibe nicht reingeht. Sie haben dann einen Konter gefahren. Und es stand 2:1 für Köln.“

Er hätte auch von einem Glückstor von Verteidiger Torsten Ankert sprechen können, das den Haien, die im zweiten Drittel müde und ausgelaugt erschienen, so viel Schwung gab, dass sie den Eisbären danach Mut und Elan nahmen. Zur großen Freude der vielen Haie-Anhänger unter den 14.033 Besuchern in der Kölner Arena erzwangen die Haie jedenfalls das Entscheidungsspiel über den Halbfinaleinzug, das am Montag (14.30 Uhr) in der Arena am Ostbahnhof stattfindet. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel heute verlieren“, sagte Kölns Kapitän Moritz Müller.

In den Spielen drei und fünf war den Eisbären jeweils ein frühes Tor gelungen. Am Samstag schlugen diesmal nun die Haie schnell zu: Nach 61 Sekunden markierte Frederik Eriksson per Schlagschuss das 1:0, Petri Vehanen im Berliner Tor war die Sicht versperrt. In allen fünf Partien dieser ausgeglichenen Viertelfinal-Serie hatte zuvor jeweils das Team gewonnen, das das erste Tor geschossen hatte. Das Gesetz der Serie hielt.

Die Eisbären waren nach dem 1:1 das überlegene Team - es nutzte nichts

Die Eisbären ließen sich von Erikssons Treffer nicht schocken und spielten genauso wie die Haie aggressiv und mit viel Tempo, die Kölner hatten aber am Anfang Vorteile – und hätten nachlegen müssen. Ryan Jones, der das fünfte Spiel nach einem Armbruch bestritt, tauchte zweimal allein vor Vehanen auf. Erst in der 16., dann in der 21. Minute. In beiden Fälle kostete es den finnischen Eisbären- Goalie jedoch wenig Mühe, die Scheibe abzufangen.
Das bizarre zweite Drittel war der Knackpunkt. Es schien sich zu rächen, dass die Haie ihre Chancen hatten liegen lassen. Denn auf der anderen Seite gingen die Berliner effektiver zu Werke – und kamen durch Petr Pohl zum 1:1 (24.). Schön angespielt von Frank Hördler, zimmerte er den Puck mit einem Schlagschuss in die Maschen. Gustaf Wesslau im Haie-Tor hatte hier keine Chance.

Danach spielten die Eisbären mehr als zehn Minuten Powerplay, obwohl sie nicht in Überzahl auf dem Eis waren. Sie schnürten die Haie ein, denen in dieser Phase die Kraft auszugehen schien. Mit Einsatz, Glück und Wesslaus Paraden verhinderten sie aber einen weiteren Berliner Treffer. Nachdem sich die Kölner am Ende des Mitteldrittels etwas befreit hatten, schloss Ankert, bedient von Dragan Umicevic, einen Konter mit dem Tor zum 2:1 ab. Sein Schuss ins kurze Eck sah nicht unhaltbar aus, den Zuschauern war es egal. Sie feierten den Kämpfer enthusiastisch, der in der ganzen Hauptrunde nur zwei Tore geschossen hatte.

Das Drittel endete mit einer Keilerei zwischen Alexander Weiß und Mark Olver, die Frank Hördler eingeleitet hatte. Die Eisbären gingen in Unterzahl ins Schlussdrittel und kassierten eine weitere Strafe gegen Jens Baxmann. Elf Sekunden drei gegen fünf überstanden sie. Bei vier gegen fünf gelang Alexander Sulzer mit einer Direktannahme nach einem Pass von Umicevic das 3:1 (43.). Berlin fand sich mit der Aussicht auf ein siebtes Spiel noch nicht ab und spielte weiter mit Zug zum Kölner Tor. Marcel Noebels scheiterte aus kurzer Distanz an Wesslau (50.). Nachdem aber Johannes Salmonsson in der 53. Minute auf 4:1 erhöht hatte, war klar, dass sich die Teams am Ostermontag in Berlin wiedersehen. Den 5:1-Endstand machte schließlich Philip Gogulla perfekt (55.).

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