Play-offs : Alba Berlin setzt auf Ulms Schwankungen

Im ersten Spiel der Viertelfinalserie war Ulm gegen Alba Berlin lange Zeit stark - und brach dann völlig ein. Die Berliner hoffen, dass den Ulmern in der Play-off-Serie weiter die Konstanz fehlt.

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Ringkampf. Albas David Logan (rechts) gegen den Ulmer Per Günther.
Ringkampf. Albas David Logan (rechts) gegen den Ulmer Per Günther.Foto: Imago

Marco Baldi wusste schon, dass seine Aussage wenig originell war. „Die Erkenntnis ist nicht besonders neu“, sagte Alba Berlins Geschäftsführer entschuldigend. „Aber ein Play-off-Spiel gewinnt man nicht in zwei Vierteln und eine Play-off-Serie nicht in zwei Spielen.“ Den Beweis für den ersten Teil der Aussage hatten die Ulmer Basketballer am Samstagabend erbracht: Die Gäste spielten 25 Minuten lang konzentriert, kreativ und kraftvoll, brachen dann aber völlig ein. Alba gewann 86:66 und kann am Dienstagabend in der „Best of five“-Serie mit einem Auswärtssieg in Ulm (19.30 Uhr, keine Live-Übertragung) mit 2:0 in Führung gehen.

In der Max-Schmeling-Halle hatten die Ulmer zunächst stark gespielt. Dann allerdings verloren sie „nahezu komplett den Faden“, wie Coach Thorsten Leibenath erkannte, „wir müssen aber konstant auf hohem Niveau agieren, wenn wir Berlin schlagen wollen“. Der 39-Jährige betonte, es habe nicht an Erschöpfung gelegen, dass sich seine Spieler in der zweiten Hälfte zehn Ballverluste erlaubten – doppelt so viele wie in Halbzeit eins. „Wir sind in der Lage, kraftraubende Partien zu spielen“, sagte Leibenath. „Ich glaube eher, dass wir den Fokus verloren haben.“

Die Berliner setzen darauf, dass es im Spiel der Ulmer immer wieder Ausschläge nach oben und unten gibt. „Wir müssen auf die Phasen warten, in denen sie vielleicht zu viel wollen, ein bisschen zu schnell spielen und Fehler machen“, sagt Jan Jagla. „Wenn wir 40 Minuten konstant spielen, haben wir gute Chancen, am Ende als Sieger vom Platz zu gehen.“ Mit einem Sieg in Ulm könnten die Berliner die Serie schon am Donnerstag im dritten Spiel in Berlin zu beenden. Ob Leon Radosevic nach seiner Knöchelverletzung heute in den Kader zurückkehrt, steht noch nicht fest.

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