Playoff : Wolfsburg erzwingt viertes DEL-Halbfinale

Die Augsburger Panther haben mit einer hohen Pleite die erste Chance vergeben, erstmals in die Endspiele um die deutsche Eishockey-Meisterschaft einzuziehen. Der EHC Wolfsburg wehrte den "Matchball" im dritten Playoff-Halbfinalspiel ab.

WolfsburgNach zwei Siegen im Playoff-Halbfinale war Augsburg am Mittwoch beim 1:6 (1:1, 0:3, 0:2) ohne Chance beim EHC Wolfsburg, der eine vierte Partie am Freitag in Augsburg erzwang. Die Panther wollen dann auf eigenem Eis den größten Erfolg der Club-Geschichte perfekt machen. Als erster Finalist stehen die Hannover Scorpions fest, die Serie beginnt am kommenden Dienstag.

"Wir sind von den Toten wieder auferstanden und mitten in der Serie drin. Jetzt müssen wir versuchen, auch den zweiten Matchball abzuwehren", sagte Wolfsburgs Trainer Toni Krinner, der erbost auf seinen Augsburger Kollegen Larry Mitchell reagierte. Mitchell hatte EHC-Stürmer Kai Hospelt Schauspielerei vorgeworfen. Den Wolfsburger Sieg erkannte er indes an: "Heute hat bei Wolfsburg alles geklappt. Die waren bissiger, die waren besser, die haben fast alle Zweikämpfe gewonnen. Wir haben blöde Fouls gemacht", erklärte Mitchell.

Augsburg ging durch einen Penalty von Tyler Beechey (10.) zwar in Führung, doch Peter Sarno (16.), Sebastian Furchner (27.), Christopher Fischer (29.) und Hospelt (34.) drehten schon vor dem Schlussdrittel die Partie zugunsten des letztjährigen Pokalsiegers. John Laliberte (43.) mit seinem 32. Saisontor und Jan-Axel Alavaara (55.) schossen die weiteren Treffer. In den ersten Spielen hatte Wolfsburg insgesamt nur zwei Tore erzielt.

Die Niedersachsen machten dort weiter, wo sie am Sonntag beim 0:1 in Augsburg aufgehört hatten und setzten den Favoritenschreck mit Nationaltorwart Dennis Endras unter Druck. Vor nur 2834 Zuschauern in der nicht ausverkauften Halle, darunter Hannovers Trainer Hans Zach, gingen aber die Augsburger mit ihrem zweiten Torschuss in Führung: Beechey verwandelte einen Penalty, nachdem die EHC-Abwehr Darin Olver bei einem Konter regelwidrig zu Fall gebracht hatte.

Die Gastgeber reagierten jedoch nicht geschockt und zeigten, dass sich ihr Powerplay-Training gelohnt hat. In Überzahl überwand Sarno mit etwas Glück Endras zum Ausgleich. Furchner verwertete im zweiten Abschnitt die Vorarbeit von Andreas Morczinietz, kurz darauf beendete Verteidiger Fischer eine mehr als zweimonatige Torflaute, dann drückte Hospelt den Puck ins Netz. Auch das 3:1 und 4:1 fielen in Überzahl. Die Augsburger wirkten eine Woche nach dem Triumph über Titelverteidiger Eisbären Berlin erstmals müde und verloren auch in der Höhe verdient. (dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben