Playoffs : Bamberg ist Deutscher Basketball-Meister

Mit der Revanche an Titelverteidiger Opel Skyliners Frankfurt haben die Korbjäger von GHP Bamberg im dritten Anlauf den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte perfekt gemacht. Am Donnerstagabend gewannen sie das fünfte und entscheidende Playoffspiel.

Bamberg (23.06.2005, 22:19 Uhr) - Dank seiner Heimstärke kam Bamberg am Donnerstagabend im fünften und entscheidenden Playoffspiel um die deutsche Basketball-Meisterschaft zu einem am Ende knappen 68:64 (37:24) und stieß mit dem dritten Sieg in der Neuauflage der letztjährigen Finalserie den Titelträger vom Meisterthron. Mit dem Gewinn der Meisterschaft winkt Bamberg nun die Teilnahme an der Euroleague.

Mit spürbarer Nervosität agierten beide Teams in der mit 4750 Zuschauern ausverkauften «Frankenhölle» in der entscheidenden Partie. Auf beiden Seiten gab es wiederholt Fehlwürfe, am Ende des ersten Viertels führten die Hausherren knapp mit 18:15. Den Beginn des zweiten Viertels verschliefen die Gäste total und blieben viereinhalb Minuten ohne Punktgewinn. Angetrieben vom starken Nationalmannschafts-Spielmacher Steffen Hamann nutzten die Bamberger diese Schwäche aus und bauten bis zur Pause ihren Vorsprung auf 13 Punkte aus.

«Wir haben noch kein Playoff-Spiel zu Hause verloren. Wenn das so bleibt, werden wir Meister», hatte Hamann bereits vor Beginn der Finalserie mit Blick auf den Bamberger Vorteil von drei Heimspielen prophezeit. Und so kam es auch: Vom eigenen Publikum frenetisch angetrieben, ließen sich die Oberfranken die Partie trotz starker Gegenwehr der Gäste nicht aus der Hand nehmen. Die Frankfurter, bei denen mit dem Finnen Jukka Martinen (Handbruch) und dem Serben Mladjen Sljivancanin (Bänderriss) erneut zwei wichtige Spieler fehlten, gaben nie auf und kamen kurz vor Schluss sogar bis auf drei Punkte heran. Am Ende retteten die Bamberger aber ihren hauchdünnen Vorsprung ins Ziel.

«Wir sind einfach mal dran», hatte Bambergs Trainer Dirk Bauermann mit Blick auf die Finalpleiten der beiden vergangenen Jahre gesagt. 2003 unterlagen die Oberfranken im Finale dem langjährigen Serienmeister ALBA Berlin, vor einem Jahr hatte Frankfurt im Endspiel knapp die Nase vorn. «Ich bin sehr enttäuscht. Es wird noch lange weh tun», klagte Bauermann nach der Niederlage vor einem Jahr. Doch in diesem Jahr drehten die Bamberger den Spieß um und holten erstmals in ihrer Vereinsgeschichte den Meistertitel. (Von Michael Fox, dpa)

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