PODESTPLATZ VERGEBEN : Rosberg sauer: Zu wenig Sprit im Mercedes

Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche erlebte in Schanghai bei seinem ersten Rennbesuch des Jahres die bisher beste Vorstellung des Mercedes-Teams in dieser Saison. Die Feststellung, er habe den Silberpfeilen wohl Glück gebracht, wollte er so allerdings nicht stehen lassen: „Dann hätten wir ja gewonnen.“ Das war vielleicht etwas hoch gegriffen, aber zumindest ein Podestplatz wäre für Nico Rosberg, der nach dem ersten Boxenstopp sogar geführt hatte, schon möglich gewesen. Doch weil sich Mercedes bei der Berechnung der nötigen Benzinmenge vertan hatte und Rosberg zum Spritsparen verdonnerte, landete der nur auf Platz fünf und war „total enttäuscht. Heute wäre sehr viel mehr drin gewesen, wir haben nicht das rausgeholt, was möglich gewesen wäre.“ Nach dem ersten Boxenstopp hatte er sogar in Führung gelegen, „da haben wir genau das richtige Fenster für den Stopp erwischt“. Immerhin, es sei natürlich schon ein Lichtblick: „Ich habe ein Rennen angeführt, wer hätte das gedacht? Ich nicht“, erklärte er bissig. „Darauf müssen wir aufbauen. Aber im Moment kann ich für mich einfach insgesamt kein positives Fazit ziehen, wenn man bedenkt, was möglich gewesen wäre.“

Mercedes-Sportchef Norbert Haug erklärte die Panne: „Wir hatten einen deutlich besseren Speed als erwartet und verbrauchten deshalb mehr Sprit als vorausberechnet. Trotzdem sind wir alle glücklich mit unserer Leistung.“

Tatsächlich scheint man bei Mercedes einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht zu haben, obwohl es keine neuen Teile für das Auto gegeben hatte. „Aber wir haben das, was wir haben, zum ersten Mal wirklich zum Funktionieren gebracht, ohne ständig von größeren Problemen geplagt zu werden. Und das hat sich grundsätzlich deutlich bemerkbar gemacht“, sagte Rosberg.

Auch Michael Schumacher, der sich zeitweise ein heißes Duell mit seinem alten Erzrivalen Fernando Alonso im Ferrari geliefert hatte, war als Achter relativ zufrieden. „Schade, dass ich zu Beginn an den Force Indias hängen geblieben bin, da habe ich viel Zeit verloren“, sagte er. „Beklagen möchte ich mich aufgrund unserer Ausgangsposition davor aber nicht. Wir haben uns hier eindeutig verbessert, das ist wichtig.“ -urm

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