Sport : Podolski siegt 2:0

Kölns Stürmer schlägt Hoffenheim im Alleingang

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Die Anhänger wussten, bei wem sie sich zu Bedanken hatten. „Lukas Podolski“ schallte es kurz vor Ende der Partie gegen 1899 Hoffenheim durch das Stadion und es war die Huldigung für eine bemerkenswerte Leistung des Kölner Angreifers. 2:0 hieß es am Ende für den 1. FC Köln, an dem Podolski einen überproportional großen Anteil hatte. Sämtliche Diskussionen über Amtsenthebung als Kapitän zu Saisonbeginn sowie seine anfänglichen Probleme, das neue System unter Trainer Stale Solbakken zu verinnerlichen, scheinen vollständig vergessen zu sein. Es war wieder einmal das Spiel des Lukas Podolski, der nach der Partie auch eine Begründung für sein Engagement hatte. „Wenn man ein Derby gewinnt, dann muss man nachlegen“, sagte er.

Offenbar beschwingt vom spektakulären Erfolg bei Bayer 04 Leverkusen in der Vorwoche, bei dem er ebenfalls der überragende Spieler war, beschäftigte der Kölner Angreifer die Hoffenheimer Abwehr beinahe ausnahmslos im Alleingang. Podolski sprudelte nur so vor Ideen und schöpfte seine läuferischen Fähigkeiten zum Missfallen seiner Gegenspieler wieder und wieder aus. Der 26-Jährige war es auch, der die Führung nach 20 Minuten mit seiner Dynamik und seiner Übersicht für seinen Mitspieler Mato Jajalo mustergültig vorbereitete. Die Hoffenheimer dürften sich überrumpelt gefühlt haben, weil sie deutlich mehr Ballbesitz hatten. Doch ihre scheinbare Überlegenheit führte zu keiner Tormöglichkeit.

„Wir haben in der ersten Hälfte nicht stattgefunden und haben verdient verloren“, sagt Hoffenheim-Trainer Holger Stanislawski. Die Mannschaft von Trainer Stale Solbakken legte den Schwerpunkt ihres Spiels vor allem auf eine kompakte Defensive. Das sollte genügen, um die Hoffenheimer aus dem Spiel zu nehmen. Und im Angriff hatten sie ja Lukas Podolski, der den Rest richten sollte. Milivoje Novakovic verstolperte noch zwei sehenswerte Vorlagen seines Angriffspartners. So war der Hoffenheimer Rückstand nach der ersten Hälfte eher schmeichelhaft. Das erhöhte Selbstbewusstsein, das der beste Saisonstart der Vereinsgeschichte den Spielern eigentlich hätte geben sollen, war zu keiner Phase der Partie erkennbar. Auch weil die Kölner mit ihrer Laufarbeit sämtliche spielerische Bemühungen der Gäste im Keim erstickten. Die Podolski-Show setzte sich auch in der zweiten Hälfte fort. Erst scheiterte er kurz nach Wiederbeginn mit einem Schuss ans Außennetz. In der 63. Minute sorgte er dann für die Vorentscheidung, indem er einen Konter erfolgreich abschloss.

„Wir haben jetzt zehn Punkte, damit stehen wir ganz gut da“, sagte Podolski zufrieden am Ende seines großen Tages.

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