Podolski-Wechsel : Noch ein bisschen, dann ist es geschafft

Das Gerangel um Nationalspieler Lukas Podolski scheint sich dem Ende zu neigen. Sein Wechsel nach Köln steht offenbar bevor.

Sebastian Krass
Podolski
Lukas Podolski -Foto: dpa

MünchenBestimmt sollte es nett klingen, wie ein kleiner Mutmacher. „Sie müssen noch ein wenig drauflegen“, sagte Karl-Heinz Rummenigge am Donnerstag über die Aussichten des 1. FC Köln, Lukas Podolski spätestens zum Saisonende zurückzuerobern. „Das sollten sie auch noch hinbekommen. Sie sind auf einem guten Weg.“ Damit setzte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern einen Kontrast zu dem, was Manager Uli Hoeneß kurz zuvor während des Trainingslagers in Dubai gesagt hatte: „Der 1. FC Köln sollte seinen Vorsprung nutzen, sonst wird Lukas schon irgendwann die Antwort geben.“ Nämlich woanders hingehen, sollte das heißen. Letztlich sind beide Aussagen wohl als Teil eines Rollenspiels zu verstehen.

Doch gemein ist den Sätzen von Rummenigge und Hoeneß die Perspektive: Sie ist von oben herab und drückt aus, dass der große FC Bayern bereit sei, Köln und Podolski einen Gefallen zu tun. Die Forderung von zehn Millionen Euro Ablöse gelte schließlich exklusiv für den Herzensklub des Nationalspielers, erklärte Hoeneß, „weil wir dem Rechnung tragen, dass wir ihn von dort geholt haben. Von anderen Vereinen werden wir mehr Geld verlangen.“ Durch diesen Winkelzug bekräftigte Hoeneß, dass der FC Bayern das Stöckchen, nach dem der 1. FC Köln so verzweifelt schnappt, auf keinen Fall tiefer hängen werde. „Es gibt nichts zu verhandeln“, sagte Rummenigge.

Und doch spricht nun eine Menge dafür, dass in den nächsten Tagen Vollzug gemeldet und das leidige Dauerthema beendet wird. „Die Kölner haben sich noch einmal bewegt“, sagte Rummenigge der Münchner Zeitung „tz“. „Zwischen dem, was sie anbieten, und dem, was wir wollen, ist kein allzu großer Unterschied mehr.“ Das erste Angebot soll 7,5 Millionen Euro betragen haben. Das dämpft die Hoffnungen anderer Interessenten, darunter an erster Stelle der Hamburger SV, der im Sommer im Angriff Ersatz für Ivica Olic braucht, aber angeblich auch Borussia Dortmund, der AS Rom und der eine oder andere Verein aus England. Rummenigge weiß jedenfalls: „Der Spieler will nur nach Köln.“

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