Sport : Podolskis Partner ist schon da Novakovic überrragt bei Kölns 2:2 in Frankfurt

Frankfurt am Main - Christoph Daum konnte sich beim 2:2 seines 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt nur über wenige Dinge freuen –eigentlich sogar nur über die Leistung seines Kapitäns Milivoje Novakovic. „Milivoje kann man im Augenblick auch die Augen verbinden, und der Ball ist immer noch drin“, sagte Daum. „Er hat zur Zeit einen sensationellen Lauf.“ Während ganz Köln der Ankunft von Lukas Podolski im Sommer entgegenfiebert, zeigte Novakovic am Sonnabend in Frankfurt, dass der Verein bereits jetzt einen verlässlichen Stürmer hat. Mit seinen Saisontreffern elf und zwölf rettete der Slowene den Rheinländern fast im Alleingang das Unentschieden.

„Wie wichtig Nova für uns ist, hat er heute wieder bewiesen. Er ist für die ganze Liga eine Bereicherung“, sagte Kölns Manager Michael Meier. Erst überwand der Slowene Eintracht-Keeper Markus Pröll mit einem Schlenzer zum 1:1, dann traf er per Foulelfmeter zum 2:2-Endstand. „In der zweiten Halbzeit ist er wie ein richtiger Kapitän aufgetreten und hat die Mannschaft zurück ins Spiel geführt“, sagte Daum. Novakovic'' Führungsqualitäten waren vor 51 300 Zuschauern in der Frankfurter Arena nach der Pause auch bitter nötig, denn davor fand der Aufsteiger überhaupt nicht ins Spiel. „Da haben wir nur Spalier gestanden. Es wird dazu noch ein paar deutliche Worte geben, denn so etwas kann ich mir nicht bieten lassen“, sagte Daum.

Überschattet wurde die Partie vom Sturz eines Eintracht-Fans von der Tribüne. Die Eintracht bestätigte den Vorfall, wollte am Sonntag aber keine Details zu dem Vorgang und zu den Verletzungen nennen. „Fakt ist, dass die Person nicht in Lebensgefahr ist“, sagte Pressesprecher Michael Feick. Der Vorfall weckte Erinnerungen an den Tod eines Anhängers von Borussia Dortmund. Der war am 28. Januar von der Südtribüne gestürzt und kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Die Fans von Frankfurt in dem betroffenen Block reagierten sichtlich geschockt auf den Vorfall. „Ich hatte mich schon gewundert, warum die Fans in der ersten Halbzeit so leise waren. Das erklärt natürlich alles“, sagte Trainer Friedhelm Funkel nach dem Spiel. dpa

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