Pokal-Überblick : Erstligisten geben sich keine Blöße

Mit mehr oder weniger gelungenen Arbeitssiegen haben sich die Erstligisten in der ersten DFB-Pokalrunde am Sonntag durchgesetzt. Von den Zweitligisten schieden dagegen der VfL Bochum, Rot-Weiß Oberhausen und Fortuna Düsseldorf aus. Energie Cottbus entging nur knapp einer Pokal-Pleite.

Knapp vorbei: Der Berliner AK hat es nicht geschafft, den FSV Mainz 05 zu Fall zu bringen. Der Erstligist kam mit einem blauen Auge davon und setzte sich mit 2:1 durch.
Knapp vorbei: Der Berliner AK hat es nicht geschafft, den FSV Mainz 05 zu Fall zu bringen. Der Erstligist kam mit einem blauen...Foto: dpa

Die Überraschung im Poststadion ist ausgeblieben. Verdient, aber alles andere als souverän, ist Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 mit einem 2:1-Sieg gegen den Oberligisten Berliner AK in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Mainzer Tore vor 1100 Zuschauern erzielte Neuzugang Lewis Holtby in der 38. und 70. Minute. Für Berlin traf Ibrahim Keser (82.). „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, sagte FSV-Trainer Thomas Tuchel nach dem Spiel.

Trotz eines Kantersieges ist der Hamburger SV glanzlos weitergekommen: Mit einem 5:1 beim fünftklassigen Torgelower SV Greif zog der HSV in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Ein Hattrick von Ruud van Nistelrooy (34., 65., 67.) sowie Treffer von Paolo Guerrero (53.) und David Jarolim (81.) sorgten für ein deutliches Ergebnis in der mit 8000 Zuschauern ausverkauften Gießerei-Arena. Dabei hatte Daniel Pankau (43.) sogar den zwischenzeitlichen Ausgleich für den Oberligisten aus Vorpommern markiert.

Der VfL Wolfsburg hat seine Pflichtaufgabe ebenfalls erfolgreich gelöst und dem neuen Trainer Steve McClaren eine geglückte Pflichtspiel-Premiere beschert. Der Meister von 2009 setzte sich trotz eines mäßigen Auftritts mit 2:1 (0:0) beim West-Regionalligisten Preußen Münster durch. Im mit 15.500 Zuschauern ausverkauften Preußenstadion waren Cicero (80.) und Grafite (88.) für die Gäste erfolgreich. Der Wolfsburger Kapitän Edin Dzeko (86.) traf per Eigentor für Münster.

Mit viel Mühe hat sich auch der 1. FC Nürnberg in die 2. Runde gezittert. Beim 2:0 (1:0) gegen den Regionalligisten Eintracht Trier bewahrten der Schweizer Nationalstürmer Albert Bunjaku (15. Minute) und der eingewechselte Mehmet Ekici (89.) den Fußball-Bundesligisten am Sonntag vor einer Blamage. Überragender Mann vor 5200 Zuschauern war "Club"-Torwart Raphael Schäfer, der eine mögliche Pokal-Sensation mit zahlreichen Glanzparaden verhinderte.

Mit dem gleichen Ergebnis aber deutlich abgeklärter zeigte sich der 1. FC Köln, der seiner Favoritenrolle gegen den Regionalliga-Club ZFC Meuselwitz vollauf gerecht wurde. Vor 9000 Zuschauern brachte Taner Yalcin (6.) den Fußball-Bundesligisten früh in Führung. Milivoje Novakovic (45.) traf noch vor der Pause zum 2:0-Endstand.

Auch Fußball-Zweitligist Energie Cottbus ist weiter. Das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz gewann beim Fünftligisten TuS Heeslingen aus Niedersachsen mit 2:1 (2:0), enttäuschte dabei aber völlig. Die Cottbuser Tore vor rund 4000 Zuschauern im Heeslinger Waldstadion erzielten Marc-André Kruska per Foulelfmeter (32.) und der früh eingewechselte Sergiu Radu (45.). Ein verwandelter Foulelfmeter von Heeslingens Björn Mickelat (60.) reichte den engagierten Amateuren nicht mehr zur Sensation.

Die gab es jedoch in Hamburg. Der Oberligist SC Victoria Hamburg besiegte vor 2000 Zuschauern den drei Klassen höher spielenden Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen nach großem Kampf glücklich mit 1:0 (1:0). Den einzigen Treffer markierte Stephan Rahn (29.). RWO war zwar überlegen, nutzte aber zahlreiche Torchancen nicht.

Die Zweitliga-Fußballer von Alemannia Aachen haben ihrem neuen Trainer Peter Hyballa einen erfolgreichen Pflichtspiel-Einstand beschert und gewannen bei den fünftklassigen Amateuren von Schwarz-Weiß Essen glücklich 2:1 (2:0).

Nicht mehr im Wettbewerb sind allerdings die Liga-Konkurrenten VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf. Während die Bochumer vor 12.000 Zuschauern auf dem Bieberer Berg in Offenbach mit 3:0 (2:0) untergingen, verloren die Rheinländer gegen TuS Koblenz vor rund 11.000 Zuschauern im Stadion am Oberwerth mit 1:0 (0:0). (dpa/jmo)

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