Pokalaus in Quakenbrück : Nächste bittere Pleite für Alba

Auch der Rauswurf von Hollis Price hat Alba Berlins Basketballern nicht zu neuer Energie verholfen. Einen Tag nach der Kündigung des Aufbauspielers verloren die Berliner im BBL-Pokal-Viertelfinale bei den Artland Dragons mit 80:84.

Pokalschreck. Quakenbrück um Johannes Strasser (l.) bezwang die Berliner, für die Julius Jenkins 23 Punkte erzielte.
Pokalschreck. Quakenbrück um Johannes Strasser (l.) bezwang die Berliner, für die Julius Jenkins 23 Punkte erzielte.Foto: Nordphoto

Damit verpassen die Berliner wie schon im Vorjahr das Top-Four-Turnier. Offensichtlich wurde bei der Niederlage, dass Trainer Muli Katzurin auch mit seinen beiden verbliebenen Spielmachern unzufrieden ist: Heiko Schaffartzik und Marko Marinovic wurden vom Israeli nur sporadisch eingesetzt, Marinovic saß die komplette zweite Hälfte auf der Bank. Im Gegensatz zur blamablen Niederlage gegen Bonn am vergangenen Sonntag stimmte laut Team-Manager Mithat Demirel diesmal wenigstens die Einstellung der Alba-Profis: „Es war ein kampfbetontes Spiel, wir haben gut dagegengehalten“, sagte Demirel. „Letztlich haben wir uns selbst um den Sieg gebracht.“

Im ersten Viertel offenbarte Alba die gleichen Schwächen wie schon zuletzt: Im Angriff hatten die Berliner zu viele Ballverluste und eine schlechte Trefferquote, in der Verteidigung ließen sie dem Gegner zu viel Freiraum. Die Quakenbrücker trafen drei Dreipunktewürfe innerhalb einer guten Minute und setzten sich mit einer 13:0-Serie auf 15:6 ab. Artlands Center Ruben Boumtje-Boumtje dominierte unter den Körben, nach dem ersten Viertel stand es 26:18 für die Dragons. Wenig später lag Alba sogar 20:33 zurück. Dass die Berliner nicht völlig den Anschluss verloren, hatten sie Lucca Staiger zu verdanken. Der 22-Jährige versenkte kurz nach seiner Einwechslung innerhalb kürzester Zeit drei Dreier, Alba war wieder im Spiel.

In die Pause gingen die Berliner mit einem knappen Rückstand. Danach schien Alba das Spiel immer besser unter Kontrolle zu bekommen. Als sich Boumtje-Boumtje über sein viertes Foul beschwerte und dafür von den Schiedsrichtern mit seinem fünften bestraft wurde, konnte Katzurins Team durch vier Freiwürfe erstmals seit langer Zeit wieder in Führung gehen. Kurz nach Beginn des Schlussviertels lag Alba sogar 73:65 vorn. Dann allerdings brach die Offensive der Berliner völlig zusammen, Quakenbrück kam heran und glich aus, in der Schlussphase erzielte Artlands Aufbauspieler Tyrese Rice, der auf 21 Zähler kam, die entscheidenden Punkte. „Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, um das Spiel zu gewinnen“, sagte Demirel. „Leider haben wir sehr viele einfache Punkte nicht gemacht und Freiwürfe vergeben.“

In die Pokal-Endrunde zogen neben den Quakenbrückern die Skyliners Frankfurt (93:64 gegen Bonn) und die Phantoms Braunschweig (88:76 gegen Oldenburg) ein, die Baskets Bamberg standen als Gastgeber bereits als Teilnehmer fest. (Tsp)

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