Sport : Pole auf Pole

Robert Kubica stellt den BMW-Sauber erstmals auf den besten Startplatz – Heidfeld wird Sechster

Karin Sturm

Manama - Alles sprach für Felipe Massa – doch am Ende jubelte nicht Rot, sondern Weiß-Blau: Nach 255 Anläufen für das Team erst unter dem Namen Sauber, seit kurzem als BMW-Sauber, steht erstmals ein Auto aus Hinwil auf dem ersten Startplatz in einem Formel-1-Grand Prix. Der Pole Robert Kubica sicherte sich die Poleposition für den Großen Preis von Bahrain (Sonntag 13.30 Uhr, RTL und Premiere live) vor Massa (Ferrari), der in seiner letzten Runde einen Fehler machte, und dem McLaren-Mercedes-Piloten Lewis Hamilton. „Die Runde hat gepasst, das wusste ich“, sagte Kubica. „Ich bin sehr glücklich.“

Auch Mario Theissen jubelte. „Das ist ein Meilenstein, damit haben wir nicht gerechnet“, sagte der BMW-Teamchef. „Es war eine super Leistung von Robert.“ Eine, für die Theissen schon vor dem Rennen die Partyerlaubnis erteilte: „Die Poleposition war schon ein Ziel, da kann man ohne Weiteres feiern, ganz gleich, wie das Rennen läuft. Denn sie zeigt, dass wir wieder ein Stück näher an die absolute Spitze herangekommen sind.“ Vom Sieg träumt Theissen allerdings trotzdem noch nicht. „Ich denke, Ferrari ist hier insgesamt schon noch ein bisschen stärker als wir. Andererseits hat man aber heute gesehen, das alles passieren kann.“

Nick Heidfeld freute sich mit seinem Team und seinem Teamkollegen, war jedoch enttäuscht, nicht selbst der Held zu sein. „Es ist fantastisch, dass wir es geschafft haben, aber natürlich hätte ich gerne die erste Pole geholt“, sagte der Sechstplatzierte. „Andererseits sah es am Freitag und heute Morgen noch viel schlimmer für mich aus. Ich komme hier nicht hundertprozentig zurecht. Am Auto liegt es offensichtlich nicht, da Robert ganz vorne ist.“ Auf längeren Fahrten sei er aber schneller als auf einer Runde. „Da kann ich die Reifen nicht richtig nutzen.“

Noch hinter Heidfeld und Jarno Trulli im Toyota startet Nico Rosberg von Startplatz acht. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden“, sagte der Williams-Pilot, der sich nach dem Debakel in Malaysia freute, dass „wieder Normalität eingekehrt“ ist. „Im Rennen können wir angreifen; Punkte sind drin. Wir werden versuchen, Trulli zu schlagen – auch das ist möglich.“ Trullis Teamkollege Timo Glock wurde 13., die beiden anderen Deutschen Sebastian Vettel und Adrian Sutil landeten auf den Rängen 19 und 20. Karin Sturm

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