Pole Position beim Großen Preis von Spanien : Ein kleiner Sieg für Nico Rosberg

Jubelschrei im Cockpit: Nico Rosberg sichert sich die Pole Position beim Großen Preis in Spanien und feiert so auch einen Erfolg im Duell mit Weltmeister und Teamkollege Lewis Hamilton. Sebastian Vettel ist trotz Platz drei unzufrieden...

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Befreiender Jubel: Nico Rosberg (m.) feiert die Pole Position vor Teamkollege Lewis Hamilton (r.) und Sebastian Vettel (li.).
Befreiender Jubel: Nico Rosberg (m.) feiert die Pole Position vor Teamkollege Lewis Hamilton (r.) und Sebastian Vettel (li.).Foto: afp

Nico Rosberg stieß noch im Cockpit einen Jubelschrei aus, als hätte er ein Rennen gewonnen. Dabei war es nur die Pole Position, die sich der Mercedes-Pilot bei der Qualifikation zum Großen Preis von Spanien gesichert hatte. Aber die war für Rosberg eben auch ein kleiner Sieg im Duell mit seinem Teamkollegen Lewis Hamilton, den er am Samstag um knapp drei Zehntelsekunden abhängte. Der Formel-1-Weltmeister Hamilton hatte seinen Vize im bisherigen Saisonverlauf klar dominiert, die Qualifikation in Barcelona war die erste 2015, in der der Brite nicht schneller war als sein deutscher Rivale.

„Es fühlt sich großartig an, ich bin glücklich“, sagte Rosberg sichtlich erleichtert. „Ich habe das früher oder später natürlich gebraucht.“ Der WM-Führende Hamilton nahm den kleinen Rückschlag sportlich und gratulierte artig: „Ich hatte heute nicht die Geschwindigkeit, Nico hat einen guten Job gemacht.“ Nun rechnet sich Rosberg auch gute Chancen darauf aus, beim heutigen Rennen (14 Uhr/RTL und Sky live) ebenfalls vor Hamilton zu bleiben. „Hier ist Überholen sehr schwierig, deswegen ist es ein großer Vorteil, von der Pole zu starten“, sagte Rosberg. „Ich hoffe, dass ich das nutzen kann.“

Ferrari: Technische Neuerungen ohne Wirkung

Nicht ganz so glücklich war Rosbergs Landsmann Sebastian Vettel. Der viermalige Weltmeister kam mit seinem technisch aufgemotzten Ferrari auf Rang drei, hatte allerdings fast acht Zehntelsekunden Rückstand auf Rosberg. „Enttäuscht ist das falsche Wort, aber ich hatte gehofft, ein bisschen näher dran zu sein“, sagte der viermalige Weltmeister.

Die technischen Neuerungen an seinem Auto, unter anderem ein veränderter Frontflügel und ein neuer Unterboden, brachten nicht die erhoffte Verbesserung. „Die Lücke ist vielleicht sogar etwas größer als bei den letzten Rennen“, sagte Vettel. Das ist auch insofern interessant, als die Strecke in Barcelona aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Kurven als wegweisend für den restlichen Saisonverlauf gilt. Vettel: „In der Vergangenheit war die Strecke ein guter Indikator dafür, wie gut das Auto ist. Ich hoffe, dass wir im Rennen etwas näher dran sind. Aber es wird schwierig, sie zu schlagen.“

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