Polens Fans : "Trauer im Gepäck"

Mit "Trauer im Gepäck" sind Hunderte polnische Fußballfans am Samstag nach dem verlorenen Spiel gegen Ecuador nach Hause gefahren.

Frankfurt (Oder) - Aus Gelsenkirchen, dort hatten die polnischen Kicker am Freitagabend verloren, kamen drei Sonderzüge in Frankfurt (Oder) an. Die Abfertigung an der Grenze verlief problemlos, wie ein Sprecher der Bundespolizei dpa sagte. Insgesamt hatten die Beamten an den Grenzübergängen in Frankfurt (Oder) und Forst (Spree-Neiße) zu Polen bis Mittag rund 4000 Schlachtenbummler kontrolliert.

«Alles verlief sehr friedlich.» Viele Fans konnten als solche gar nicht mehr erkannt werden: «Aus Trauer um die Niederlage hatten sie die Bekleidung gewechselt.» Schals und Mützen waren weggepackt.

Die Bundespolizei geht davon aus, dass die meisten der am Freitag eingereisten Fans bereits wieder zu Hause in Polen sind. Von den etwa 60 Bussen, die über Brandenburg am Freitag nach Deutschland gekommen waren, hatten mehr als 40 am Samstagmittag die Grenze in Richtung Osten passiert. «Das Gros ist durch», sagte der Sprecher.

Bisher habe es keine besonderen Vorkommnisse bei der Grenzpassage gegeben. «Wir waren mit diesem Spieltag zufrieden.» An den Grenzübergängen in Brandenburg waren am Freitag rund 8000 Fans abgefertigt worden. Zurückweisungen habe es nicht gegeben. Viele Polen waren den Angaben zufolge auch bei Spiel-Übertragungen an Videoleinwänden oder hatten die Fan-Meile in Berlin besucht. «Die Fans sind kaputt und geschafft», sagte der Sprecher. Für die verstärkten Kontrollen hat die Bundespolizei mehr Personal als sonst im Einsatz. «Es herrscht Urlaubssperre.» Konkrete Zahlen konnte der Sprecher nicht nennen. (tso/dpa)

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